Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre mit Konzertreisen durch Europa, die USA und Asien folgte vor zwei Wochen das bislang größte Abenteuer für Max Raabe: eine Konzertreise nach Israel mit vier Konzerten in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Die Stücke, die Max Raabe und sein Palast Orchester in Israel zur Aufführung brachten, entstanden zum größten Teil gegen Ende der Weimarer Republik, dieser experimen...
Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre mit Konzertreisen durch Europa, die USA und Asien folgte vor zwei Wochen das bislang größte Abenteuer für Max Raabe: eine Konzertreise nach Israel mit vier Konzerten in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Die Stücke, die Max Raabe und sein Palast Orchester in Israel zur Aufführung brachten, entstanden zum größten Teil gegen Ende der Weimarer Republik, dieser experimentierfreudigen und widersprüchlichen, herrlich verrückten und doch gar nicht »goldenen« Zeit. Legendäre Komponisten und Textdichter wie Fritz Rotter, Robert Gilbert, Walter Jurmann, Austin Egen, Hans May, Walter Reisch und Werner Richard Heymann, ausnahmslos jüdischer Herkunft, mussten über Wien, Paris und London in die USA emigrieren, weit weg von der Heimat und jener Sprache, die sie liebten und so meisterhaft beherrschten. Einige hatten Glück und machten Karriere in Hollywood; nicht wenige kehrten später nach Deutschland zurück. Mögen ihre Namen heute nur noch wenigen bekannt sein, – ihre Melodien klingen über alle Abgründe und Zeitenbrüche hinweg. Die geniale Mischung aus Melancholie und Ironie, tiefer Traurigkeit und unverschämter Lebenslust bleibt das bis heute unerreichte Erbe einer Kultur, die 1933 brutal vernichtet wurde. Umso wunderbarer der späte Triumph dieser großen Künstler, deren einzigartiger, stets romantisch gefärbter Esprit sich traumwandlerisch sicher zwischen Dur und Moll bewegte, zwischen dem Kleinen und dem Großen, dem Leichten und dem Schweren, zwischen Witz und Wahnsinn des Lebens.
Max Raabe, geboren am 12. Dezember 1962 in Lünen, gründete 1986 während seines Studiums an der Hochschule der Künste zusammen mit 12 Kommilitonen das Palast Orchester. Nach seinem Studienabschluss zum staatlich geprüften Bariton feierte er mit seinem Ensemble internationale Erfolge. Seit 2007 führt er mit gewohnt leichter Hand auch durch das Programm der Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in der Deutschen Oper Berlin. Anfang 2011 erscheint das neue Album Küssen kann man nicht alleine, das Max Raabe gemeinsam mit Annette Humpe geschrieben und produziert hat.
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