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Jonathan Nott

Jonathan Nott

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Jonathan Nott wird ab der Spielzeit 2026/2027 neuer Musikdirektor des Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Bereits früh begann seine musikalische Karriere: So war er Knabensopran beim City of Birmingham Symphony Orchestra, sang als Tenor an der Universität Cambridge, wo er sein Musikstudium absolvierte. Dirigieren studierte Nott in London und begann seine Karriere an den Opernhäusern in Frankfurt und Wiesbaden, wo ...
Jonathan Nott wird ab der Spielzeit 2026/2027 neuer Musikdirektor des Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Bereits früh begann seine musikalische Karriere: So war er Knabensopran beim City of Birmingham Symphony Orchestra, sang als Tenor an der Universität Cambridge, wo er sein Musikstudium absolvierte. Dirigieren studierte Nott in London und begann seine Karriere an den Opernhäusern in Frankfurt und Wiesbaden, wo er alle wichtigen Werke des Repertoires dirigierte, darunter Wagners kompletten Ring-Zyklus. Während seiner Zeit in Frankfurt entwickelte er sein Interesse an zeitgenössischer Musik, u. a. von Ligeti, Boulez, Stockhausen, Lachenmann, Hosokawa, Eötvös, Gubaidulina sowie vielen Komponisten der jüngeren Generation. Es folgten Chefposten an der Oper Luzern, dem Luzerner Sinfonieorchester und des Ensemble Intercontemporain. Er debütierte mit dem SWR beim Festival Baden-Baden mit Elektra und initiierte als Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande am Grand Théâtre de Genève Neuproduktionen von Il barbiere di Siviglia, Pelléas et Mélisande, Parsifal und Der Rosenkavalier. Er dirigierte konzertante Aufführungen von Tristan beim Edinburgh Festival sowie Falstaff und den Ring beim Lucerne Festival und in Basel. Während seiner zwölfjährigen Tätigkeit als Musikdirektor des Tokyo Symphony Orchestra leitete er gemeinsam mit Sir Thomas Allen eine Reihe von Opernkonzerten: eine Mozart-da-Ponte-Trilogie, Salome, Elektra sowie Der Rosenkavalier und die Gurrelieder. Zu seinen jüngsten Projekten zählen Messiaens Saint-François d’Assise in Genf, zwei Konzerte mit den Berliner Philharmonikern mit Werken von Mazzoli, Eötvös und Ives sowie eine Deutschlandtournee mit der Jungen Deutschen Philharmonie, deren Chefdirigent er von 2014 bis 2024 war. Nach der Neujahrs-Operngala des Orchestre de la Suisse Romande begann er das Jahr 2025 mit dem SWR (Zemlinsky), gefolgt vom WDR Sinfonieorchester Köln (Boulez), der Dresdner Philharmonie (Pelléas und Le Sacre du Printemps), einer Aufführung von Die Fledermaus beim Tokyo Spring Festival, dem Tonhalle-Orchester Zürich (Messiaen und Mahler) und leitete das OSR im Juli auf einer Asien-Tournee. Seine Diskografie widerspiegelt seine ungeheure Vielseitigkeit. An der Deutschen Oper Berlin gastiert er in der Saison 26/27 erstmals mit einem Sinfoniekonzert «Rosenkavalier Enigma».

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