Klaus Bertisch studierte Anglistik, Germanistik, Pädagogik und Kunsterziehung an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Von 1979 bis 1987 war er Dramaturg an der Oper Frankfurt unter der Direktion von Michael Gielen. Bereits in dieser Zeit übernahm er als Gast Dramaturgien an den Opernhäusern in Freiburg, Gelsenkirchen und Brüssel. Ab 1987 arbeitete er als Dramaturg und Autor u. a. für das...
Klaus Bertisch studierte Anglistik, Germanistik, Pädagogik und Kunsterziehung an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. Von 1979 bis 1987 war er Dramaturg an der Oper Frankfurt unter der Direktion von Michael Gielen. Bereits in dieser Zeit übernahm er als Gast Dramaturgien an den Opernhäusern in Freiburg, Gelsenkirchen und Brüssel. Ab 1987 arbeitete er als Dramaturg und Autor u. a. für das Siemens Kultur Programm München, den Hessischen Rundfunk, das Nationaltheater Mannheim, die Volksoper Wien, die Ludwigsburger Schlossfestspiele, das Aalto Theater in Essen, die Oper Leipzig und die Opéra du Rhin in Straßburg. Für das Volkstheater München war er Dramaturg und Darsteller bei der Uraufführung des Stückes »Kaktus« von Franz Helm (1989). Mit Co-Regisseur Marcel Sijm realisierte er das Projekt »Verschollen« (Liederzyklen von Leoš Janáček und Dominick Argento) auf dem Gelände der Kohlenzeche Zollverein in Essen, sowie »The Rake’s Progress« in Amstelveen. Im Amsterdamer Concertgebouw war seine Inszenierung von Franz Lehárs »Die lustige Witwe« zu sehen, sowie das Fragment »Die Spieler« von Dmitri Schostakowitsch als Produktion des Holland Festivals. Mit Regisseur Willy Decker arbeitete er als Dramaturg an Wagners »Der Ring des Nibelungen« an der Semperoper in Dresden, an Korngolds »Die tote Stadt« und Verdis »La traviata« bei den Salzburger Festspielen, sowie Brittens »Death in Venice« am Teatro del Liceu in Barcelona. Am Opera Studio Nederland ist Klaus Bertisch als Dozent tätig. Dort inszenierte er die Soloabende »Food of Love« und »Vrouwen, Liefde, Leven«. Für die Stiftung Lied des 20. Jahrhunderts gestaltete er szenische Liederabende mit Liedern auf Texte von Rainer Maria Rilke, Heinrich Heine (»Dopppelgänger« mit Olaf Bär) und Johann Wolfgang von Goethe (»Goethes Frauen« mit Marlis Petersen). An der Staatsoper Unter den Linden Berlin war er Dramaturg bei »L’étoile« von Emmanuel Chabrier (Inszenierung: Dale Duesing). Mit Pierre Audi arbeitete er als Dramaturg an zahlreichen Produktionen in Amsterdam sowie an Mozarts »Die Zauberflöte« und der Uraufführung von Wolfgang Rihms »Dionysos« bei den Salzburger Festspielen, der Uraufführung von Hans Werner Henzes »Gisela!« bei der Ruhrtriennale und an Glucks »Iphigénie en Aulide« und »Iphigénie en Tauride« an der Nationaloper Brüssel. Seit kurzem ist er Dozent für Theaterwissenschaft an der Universität von Amsterdam. Neben zahlreichen Beiträgen für Bücher und Zeitschriften zählen zu seinen wichtigsten Publikationen die Sammlung »Schwanenmärchen«, sowie der Band »Ruth Berghaus« in der Reihe »Regie im Theater«. Klaus Bertisch ist seit 1990 Chefdramaturg bei De Nederlandse Opera in Amsterdam.
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