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Peter Wittig

Theater

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Peter Wittig

Theater

Über mich

Regisseur
Regisseur

Heute wohnhaft in der Kultmeile von Friedrichshain. Geboren 1950 in Dresden. Mit 10 Jahren a) fest entschlossen: Ich werde Ofensetzer und b) mein 1. Stück verfaßt. Besonders schön gelang das Titelblatt. Jugend im Zeichen der 3 großen G: Griechisch (auf der Kreuzschule), Geige (außerschulisch), Gesang (an der Hochschule für Musik). Vor letzterem aus Versehen 1 Semester Medizin studiert. Kritiken für die Zeitung geschrieben. Dabei kann man was lernen – man muß nur wissen, wann man damit wieder aufhört. Am Theater gestartet als Dramaturg. Graue Theorie gemildert durch übersetzen italienischer und russischer Opern.

Regiedebüt am Volkstheater Rostock, learning by doing, ansonsten: 5 Jahre Überlebenstraining unter Perten & Co. – wer das geschafft hat, fürchtet künftig weder Tod noch Teufel. Danach an diversen kleineren Theatern meine Beulen gekühlt, eine singende Schauspielerin geheiratet und als Regie-Meisterschüler von Prof. Joachim Herz an der Akademie der Künste wie Phönix aus der Asche auferstanden.

Sozusagen Wendegewinner: Chefregisseur für Oper und Musical am Theater Greifswald. In Mecklenburg-Vorpommern kommt alles 50 Jahre später.
Bismarck sprach´s und irrte. Der Nachwende-West-Intendant kam nur 5 Jahre später. Mit ihm mein Rausschmiß. Seitdem freischaffend. Bisher am weitesten westlich: Theater Trier. Bisher am weitesten östlich: Staatsoper Jekaterinenburg. Liegt hinter dem Ural, für die Geographen also in Asien, aber sagen Sie das keinem Jekaterinenburger. 40 Kilometer von der Stadt steht ein Obelisk im Wald und eine Bronzetafel lehrt uns: DAS ist die Grenze zwischen Europa und Asien.

Seit 1996 alljährlich in Salzburg, zuweilen auch in Innsbruck, Gastdozent auf internationalen Symposien. Seit neuestem Dozent an der Berliner Schule für Schauspiel.

Während der Regierende von Berlin zum 100jährigen Jubiläum einer gewissen Marlene Dietrich persönlich Kotau machte, interessierte mich mehr die geschädigte Dritte in der offenen Ehe der Diva. Heraus kam Tami oder Frau Dietrich verschenkt ein Collier, geschrieben für die Schauspielerin-Ehefrau und 50mal gespielt in Berlin, Duisburg, Hamburg, Leipzig, Dresden und anderswo.
2 sorbische Komponisten vertonen 2 Libretti von mir: Maria. Füße auf weitem Raum (über die sorbische Antifaschistin Maria Grollmuß) und Wandas Strümpfe. Die Spreewald-Operette (angestoßen durch einen Asta-Nielsen-Film von 1910, wo die 2 Meter lange Schauspielerin in einem halbmetertiefen Spreewaldfließ ertrinkt).

Berührungen mit der Kultur der Sorben: schon lange. Heute: Mitglied im Sorbischen Künstlerbund – fühle mich sehr geehrt. Liebe zum Slawischen beflügelte auch das jüngste Projekt Makropolus. Die Komödie von dem Tschechen Karel Capek, Berliner Erstaufführung mit einer tschechisch-deutschen Truppe, demnächst zu sehen in Usti nad Labem und Cheb.

Antwort auf die Preisfrage „Nennen Sie Ihre 3 Lieblingsinszenierungen“: Sonnenhaus von Rautavaara. Lächeln einer Sommernacht von Sondheim nach Ingmar Bergman. Kitesh von Rimski-Korsakow. Zusatzantwort: Meine liebste Lieblingsinszenierung ist immer die, die ich gerade mache – jetzt also: Harry rein und raus. Besagter Harry wird mal in der Badewanne zwischengelagert. Dem fühle ich mich nah. Meiner Frau und mir kommen in unserer Badewanne die besten Ideen. Die zu Harry auch.
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