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Ausstellung | Kunst

Rebekka Benzenberg

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1 45468 Mülheim an der Ruhr kultur.muelheim-ruhr.de/kunstm...
hey Longing For An Ancient Tragedy

26. April bis 13. September 2026

Vom 26. April bis zum 13. September 2026 lädt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr ein, die Ausstellung They Longing For An Ancient Tragedy (Sie, eine antike Tragödie begehrend) von Rebekka Benzenberg im 2. Obergeschoss zu entdecken.

Rebekka Benzenbergs Arbeiten nehmen Macht dort ins Visier, wo sie sich am liebsten tarnt: in ihren Bildern, Symbolen und Ritualen sowie in ihrem stetigen Wandel. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Skulptur Flora (1920) von Richard Langer, die ...
hey Longing For An Ancient Tragedy

26. April bis 13. September 2026

Vom 26. April bis zum 13. September 2026 lädt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr ein, die Ausstellung They Longing For An Ancient Tragedy (Sie, eine antike Tragödie begehrend) von Rebekka Benzenberg im 2. Obergeschoss zu entdecken.

Rebekka Benzenbergs Arbeiten nehmen Macht dort ins Visier, wo sie sich am liebsten tarnt: in ihren Bildern, Symbolen und Ritualen sowie in ihrem stetigen Wandel. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Skulptur Flora (1920) von Richard Langer, die heute in einem halböffentlichen Raum in Mülheim an der Ruhr ein eher abgeschottetes Dasein führt. Benzenberg hat die Figur 2025 abgeformt und ihr den Titel Dream Baby Dream gegeben – ein bitter-ironischer Kommentar auf das, was von Flora geblieben ist.

Ursprünglich stand die Skulptur im Rosengarten des Dimbeckparks. Dort wurde sie über Jahre hinweg immer wieder attackiert. Um sie zu „schützen“, ersetzte man das Original durch eine Replik aus glasfaserverstärktem Kunststoff und verbrachte die echte Skulptur in die Stadthalle. Doch auch die Kopie überlebte nicht: 2016 fiel sie erneut Vandalismus zum Opfer. Heute erinnern nur noch zwei Füße – eingesperrt in einem Plexiglaskasten – an die einstige Präsenz der Figur. Die Skulptur ist damit weniger Denkmal als Zeugnis eines systematischen Umgangs mit weiblichen Figuren im öffentlichen Raum, ein fast groteskes Zeichen der Erinnerung. Die Geschichte der Flora ist eine Geschichte fortgesetzter Gewalt.

Gemeinsam mit dem Kunstmuseum entwickelte Benzenberg ein Ausstellungsprojekt, das diese konkrete Ortsgeschichte ernst nimmt und sie zugleich in einen größeren Zusammenhang stellt: die erstaunliche Regelmäßigkeit, mit der weibliche Figuren im öffentlichen Raum beschädigt, entstellt oder ausgelöscht werden. Die Geschichte der Flora wird nicht als Einzelfall gelesen, sondern als Symptom. Angriffe auf weibliche Figuren im öffentlichen Raum sind kein Zufall, sondern Ausdruck einer Bildordnung, in der Weiblichkeit verfügbar, angreifbar und ersetzbar ist. Während männliche Statuen Individualität, Autorität und Dauer behaupten, erscheinen Frauen als Allegorien oder Projektionsflächen, als Heilige oder Mythen als „Flora“, „Maria“, „Fortuna“. Zu sehen sind Rollen statt Subjekte, Typen statt Persönlichkeiten.

Gewalt, Übergriffigkeit und symbolische Demontage weiblicher Körper ziehen sich als roter Faden durch Benzenbergs Werk. Medusen, Hexenmasken, Schandmasken oder klassische Machtsymbole wie Pelz gehören zu ihrem künstlerischen Arsenal. Aus diesen Motiven entwickelt sie Arbeiten, die zwischen der Diffamierung von Weiblichkeit und Strategien weiblichen Empowerments oszillieren. Mythologische und kunsthistorisch aufgeladene Motive werden nicht zitiert, sondern seziert. Benzenberg legt ihre Zeichenfunktion offen und zeigt, wie tief frauenfeindliche Bilder in kulturelle Narrative eingeschrieben sind, wie hartnäckig manche Bilder von der Antike bis in die Gegenwart ausharren. Die Ausstellung versteht sich als Angriff auf diese Kontinuitäten. Die Bildpolitiken der Macht und ihrer Symbole bilden den Ausgangs- und Kristallisationspunkt der Präsentation.

In ihrer künstlerischen Untersuchung der Geschichte der Frauenfeindlichkeit greift Benzenberg auf mythologisch und kunsthistorisch aufgeladene Motive zurück und legt sie frei: als Zeichen, als Träger von Zuschreibungen, als gesellschaftliche Sprengsätze. In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung richtet sie den Fokus unmissverständlich auf die vielen Gesichter der Misogynie – und darauf, wie tief sie im öffentlichen Raum eingeschrieben sind. Sie markiert Misogynie als strukturelle Gewalt – materialisiert im öffentlichen Raum, fortgeschrieben in Bildern, abgesichert durch Geschichte.
kultur.muelheim-ruhr.de/kunstmuse...
Apr
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1 45468 Mülheim an der Ruhr kultur.muelheim-ruhr.de/kunstm...
Veranstalter
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Synagogenplatz 1 45468 Mülheim an der Ruhr Tel.: +49 208 4554171 Fax: +49 208 4554134
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