DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN oder DIE FEUERPROBE
Maxim Gorki Theater
Premiere am 20. Oktober 2006 im Maxim Gorki Theater Berlin
Es ist eine unerwiderte Liebe, für die Käthchen buchstäblich durchs Feuer geht. Seit Friedrich Wetter Graf vom Strahl die Werkstatt ihres Vaters betrat, hat sie nur noch Augen für ihn. Um ihm nur ganz nah zu sein, ignoriert sie jede Hürde, riskiert sogar ihre körperliche Unversehrtheit. So bald ihre Füße sie wieder tragen können, läuft sie ihm nach. Ihren Verlobten hat sie ganz schnell vergessen. Käthchens Vater glaubt an Magie. Verklagt den Grafen; ...
Premiere am 20. Oktober 2006 im Maxim Gorki Theater Berlin
Es ist eine unerwiderte Liebe, für die Käthchen buchstäblich durchs Feuer geht. Seit Friedrich Wetter Graf vom Strahl die Werkstatt ihres Vaters betrat, hat sie nur noch Augen für ihn. Um ihm nur ganz nah zu sein, ignoriert sie jede Hürde, riskiert sogar ihre körperliche Unversehrtheit. So bald ihre Füße sie wieder tragen können, läuft sie ihm nach. Ihren Verlobten hat sie ganz schnell vergessen. Käthchens Vater glaubt an Magie. Verklagt den Grafen; wirft ihm vor, Käthchen verzaubert zu haben. Doch auch er muss einsehen, dass der Verklagte selbst nur Opfer, die Tochter die eigentliche Täterin ist. Auch Kunigunde von Thurneck hat gute Gründe, dem Grafen nicht von der Seite zu weichen. Jedes Mittel der Verführung ist ihr recht, um sein Herz und seine Hand zu gewinnen. Nur so kann sie ihren Familienbesitz zurückbekommen. Sie verschwendet bei ihren Plänen keinen überflüssigen Gedanken an ihren ehemaligen Geliebten. Der rächt sich und steckt Kunigundes Schloss in Brand. Mit einem fadenscheinigen Vorwand schickt Kunigunde Käthchen, ihre ärgste Konkurrentin, in die Flammen. Doch der Plan geht nicht auf.
Armin Petras hat seine Frankfurter Version der berühmten Liebesgeschichte für Berlin neu inszeniert. Die Produktion erzählt, ohne in Kleists Originalsprache einzugreifen, das "Ritterschauspiel" aus einer radikal heutigen Sicht. So ist es nur folgerichtig, dass die Geschichte bei ihm anders enden muss als bei Kleist. Ein Happy-End gibt es nur im Märchen.
- Frau im Kleid Ruth Reinecke
- Friedrich Wetter Graf vom Strahl Robert Kuchenbuch
- Theobald Friedeborn / Kaiser Andreas Leupold
- Käthchen Hilke Altefrohne
- Gottfried Friedeborn Gunnar Teuber
- Graf, Kaiser Michael Klammer
- Autor Heinrich von Kleist
- Regie Armin Petras
- Bühne Annette Riedel
- Kostüme Annette Riedel
- Dramaturgie