35. Festival Alte Musik Knechtsteden: ERÖFFNUNGSKONZERT – HOFFMANN & MOZART
Klosterbasilika Knechtsteden
E.T.A. Hoffmann (1776-1822): Miserere b-Moll (1809) für Soli, Chor und Orchester Wolfgang Amadeus Mozart (1785): Kantate „Davide Penitente“ für Soli, Chor und Orchester
Große Chorsinfonik von E.T.A. Hoffmann und Mozart // Gast-Stars Andreas Scholl, Matthias Brandt,
Freiburger Barockorchester und Dorothee Oberlinger sowie den Festivalensembles Rheinische Kantorei
und Concerto Köln // Sonderkonzert am 15. Mai ausverkauft // Neue MOVIMENTO-Ausgabe an der Erft am
13. September // VVK-Start 4. Mai
Als Schriftsteller gefeiert, als Komponist verkannt: In diesem Jahr wird
der 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann begangen, dessen Ruhm als Wegbereiter ...
Große Chorsinfonik von E.T.A. Hoffmann und Mozart // Gast-Stars Andreas Scholl, Matthias Brandt,
Freiburger Barockorchester und Dorothee Oberlinger sowie den Festivalensembles Rheinische Kantorei
und Concerto Köln // Sonderkonzert am 15. Mai ausverkauft // Neue MOVIMENTO-Ausgabe an der Erft am
13. September // VVK-Start 4. Mai
Als Schriftsteller gefeiert, als Komponist verkannt: In diesem Jahr wird
der 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann begangen, dessen Ruhm als Wegbereiter der fantastischen
Literatur bis heute wirkt. In Vergessenheit ist jedoch geraten, dass Hoffmann nicht nur der
Erfinder solch skurriler Figuren wie des Kapellmeisters Kreisler war, sondern sich selbst in erster
Linie als Komponist sah. Das 35. Festival Alte Musik Knechtsteden kommt seiner angeborenen Lust an
Wiederentdeckungen nach und holt Hoffmann auf die Bühne zurück. Unter dem Motto „Unheimlich,
Fantastisch“ lädt das Programm vom 19. bis 26. September dazu ein, Hoffmann und seine Gedankenwelt
im Resonanzraum der Klosterbasilika Knechtsteden zu erleben. Der Vorverkauf startet am 4. Mai bei
KölnTicket, Mitglieder des Freundeskreises können ab sofort über das Festivalbüro Karten
reservieren.
Für E.T.A. Hoffmann war Musik die höchste Kunstform – ein Medium, das, wie er schreibt, „dem
Menschen ein unbekanntes Reich aufschließt“. Und so oszilliert sein Werk zwischen Aufklärung und
Abgrund, zwischen rationaler Ordnung und rauschhafter Imagination, von unheimlich über poetisch bis
romantisch. Im chorsymphonischen Eröffnungskonzert mit der Rheinischen Kantorei und Concerto Köln
unter der Leitung von Edzard Burchards am Samstag, 19. September bekommen wir eine Ahnung davon,
wenn Hoffmanns selten aufgeführtes Miserere b-Moll dem strahlenden Davide penitente von Mozart
gegenübertritt – jenes Komponisten, den Hoffmann so sehr verehrte, dass er dessen Vornamen
„Amadeus“ zu seinem eigenen machte.
Mit diesem Auftakt entfaltet sich Hoffmanns Universum im Festivalverlauf in facettenreichen
Perspektiven in großem historischen Bogen: So z.B. in nordischen Mythenlandschaften mit The Curious
Bards und Mezzosopranistin Ilektra Platiopoulou bei der sonntäglichen Landpartie, bei einer
– zweimal stattfindenden - literarisch-musikalischen Soirée mit der Pianistin Christine Schornsheim
am Montag auf Schloss Arff rund um die Kunstfigur Johannes Kreisler, oder am Dienstag in einem
Salonkonzert mit dem Ensemble TAMUZ im Kreismuseum Zons und einem Kammermusik-Programm rund um
Beethoven und den Jahresregenten.
In einem besonderen Höhepunkt am Festivalmittwoch 23. September entführen im Nachtkonzert
„Unheimlich. Fantastisch“ Residenzkünstlerin Dorothee Oberlinger, Bariton Sreten Manojlovic und das
Freiburger Barockorchester in barocke Zwischenwelten und Schattenspiele von Traum und Delirium, die
weit vor Hoffmanns Zeit entstanden sind – und vielleicht Inspirationsquellen für ihn
waren.
Mit „Traumstoff“ realisiert Dorothee Oberlinger am Donnerstag, 24. September gemeinsam mit Andreas
Scholl, Matthias Brandt und Edin Karamazov ein aufregendes Musiktheaterprojekt zwischen Musik und
Theater im frisch umgebauten Globe Neuss, das auf Hoffmanns enge Shakespeare-Verbundenheit anspielt
– einem weiteren geistigen Vater der schwarzen Romantik. Das Konzert wird in Kooperation mit dem
Kulturamt Neuss präsentiert.
Die Gregorianische Nacht am Freitagabend widmet sich die Cappella Pratensis – jüngst mit einem
Grammy-Award ausgezeichnet – dem Marienkult zu Beginn des 16. Jahrhunderts und der Missa de Sancta
Maria Magdalena von Nicolas Champion, die sich im romanischen Kirchengewölbe zu höchster
Klangvollkommenheit mit gregorianischen Gesängen vereint. Das Ensemble bietet am Nachmittag vor dem
Konzert einen separat buchbaren Gesangs-Workshop für Gregorianik an.
Das Sonderkonzert mit Bachs H-Moll Messe mit Vox Luminis am 15. Mai im Rahmen des StART- Festivals
von Bayer Kultur ist bereits ausverkauft, Mitglieder des Freundeskreises des Festivals Alte Musik
Knechtsteden können letzte Karten über das Festivalbüro unter freundeskreis@knechtsteden.com
erwerben.
Am Samstag, 26. September schließt sich der Bogen mit großer Leipziger Motettenkunst aus 300 Jahren
Musikgeschichte, an deren Ende der Thomaskantor Johann Sebastian Bachs steht - jenem Bach, den
Hoffmann glühend bewunderte: „Ich sehe in Bachs achtstimmigen Motetten den kühnen wundervollen,
romantischen Bau des (Straßburger) Münsters mit all den phantastischen Verzierungen, die künstlich
zum ganzen verschlungen, stolz und prächtig in die Lüfte emporsteigen“. Zum Festivalabschluss wird
die Rheinische Kantorei unter Leitung von Edzard Burchards jenes filigrane Tongeflecht erklimmen.
Festivalleiter Michael Rathmann: „Seit seiner Gründung 1992 steht das Festival Alte Musik
Knechtsteden für Wiederentdeckungen und künstlerische Eigenproduktionen, intensive Zusammenarbeit
mit herausragenden Musiker*innen und eine zeitgemäße Vermittlung von Originalklang. Im
Hoffmann-Jahr 2026 können wir als Festival einen einzigartigen Beitrag leisten, indem wir uns mit
unserer ganz eigenen Herangehensweise E.T.A. Hoffmann nähern, seine Musik neu erzählen und ihn als
Komponisten würdigen.“
MOVIMENTO - Die musikalische Radtour lädt am Tag des offenen Denkmals (13. September) wieder ein,
Musik, Landschaft und Geschichte auf besondere Weise zu erleben, dieses Mal auf 39
Streckenkilometern zwischen Brühl, Hürth, Kerpen und Erftstadt. Weitere Konzertorte wie Schloss
Arff, der Kulturhof Knechtsteden und die Zollfeste Zons sorgen für atmosphärische Kulissen. Das
detaillierte Programm wird am 15. April veröffentlicht (www.movimento--fahrradkonzert.de ).
Der Kartenvorverkauf startet am 4. Mai über KölnTicket. Der Freundeskreis des Festivals hat die
Möglichkeit, Karten ab sofort unter freundeskreis@knechtsteden.com zu reservieren. Neue Mitglieder
sind herzlich willkommen.
Deutschlandfunk und WDR schneiden vier Produktionen mit, die Sendetermine werden zu einem späteren
Zeitpunkt bekannt gegeben. Begleitet wird das Programm durch die FestivalApp mit Podcasts und
digitalen Programmhefte, die Anfang Juni über die Website des Festivals abrufbar ist.
Das Festival Alte Musik Knechtsteden 2026 findet statt mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse
Neuss, der Stiftung Kulturpflege der Sparkasse Neuss, der Energieversorgung Dormagen, der
Kunststiftung NRW, der Mangen-Stiftung, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW,
des Rhein-Kreises Neuss und der Stadt Dormagen. Medienpartner sind WDR3, Deutschlandfunk und die
Neuss-Grevenbroicher-Zeitung.
Weitere Informationen über die Website www.knechtsteden.com.
Über das Festival Alte Musik Knechtsteden
Gegründet 1992 von Hermann Max ist das Festival Alte Musik Knechtsteden in den vergangenen 32
Jahren unter der Leitung seines Gründers mit nahezu 300 Festival-Konzerten und zahlloser CD-
Einspielungen zu einem der führenden Originalklangfestivals in Deutschland geworden. Die Partner
WDR und Deutschlandfunk trugen dazu bei, die Vielzahl musikalischer Raritäten aus Knechtstedener
Produktionen zu internationaler Bekanntheit zu führen und so das rheinische Kloster Knechtsteden
zum Synonym für einen Ort des Austauschs und feinsten Originalklangs zu machen. Seit 2024 hat
Michael Rathmann als Festivalleiter die Programmierung inne, Artist in Residence 2026 ist Dorothee
Oberlinger.
Über Dorothee Oberlinger
Dorothee Oberlinger - Blockflötistin, Ensembleleiterin, Dirigentin, Festivalintendantin und
Hochschulprofessorin, Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt und Trägerin des Telemannpreises der Stadt
Magdeburg und des Bundesverdienstkreuz Erster Klasse – gehört heute zu den einflussreichsten
Persönlichkeiten der Alten Musik. Operndirigate und szenische Produktionen barocker Opern und
Serenaten mit ihrem Ensemble 1700 sind ein Schwerpunkt ihres Schaffens. Von der Musik des 17. und
18. Jahrhunderts schlägt sie immer wieder Brücken in die Gegenwart Am Mozarteum Salzburg leitet sie
das Department für Blas- & Schlaginstrumente. Seit 2009 ist sie Intendantin der Arolser
Barockfestspiele und leitet außerdem seit 2018 die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci. Als
Residenzkünstlerin ist sie dem Festival Alte Musik Knechtsteden in der Ausgabe 2026 mit zwei
Produktionen verbunden.
- Mezzosopran
- Sopran Anna Nesyba
- Tenor
- Künstlerische Leitung
- Bass Matthias Lutze