Finissage: Koloniale Landschaft
Steinhaus Bautzen
Kolonialismus ist ein uraltes Phänomen auf unserem Planeten, das der menschlichen Natur und der Natur im Allgemeinen eigen ist. In erster Linie verbinden wir mit dem Begriff "Kolonialismus" die Eroberung von Lebensräumen, Territorien, Raum und Humanressourcen. Heute ist es jedoch auch ein versteckter, kompromissloser Kampf um die Unterwerfung des Verstandes und der Emotionen der Menschen. Wir können auch von Informations- und Technologiekolonialismus sprechen. Die sogenannte Post-Wahrheit, die unaufhörlich aus den Informationsnetzen strömt, gleicht einem digitalen Regenguss, vor dem kein Regenschirm schützen kann. Darüber hinaus werden jeden Tag mehr und mehr Menschen durch künstliche Intelligenz kolonisiert. Und dann gibt es noch die Idee der Kolonisierung des Mondes oder des Mars? Alle europäischen Länder waren in ihrer Geschichte auf die eine oder andere Weise mit Kolonialismus konfrontiert. Doch aufgrund Russlands Krieges ist das Thema Kolonialismus – und damit auch die Dekolonisierung – in der Ukraine heute von besonderer Aktualität. Der Angriffskrieg ist eine Folge nicht aufgearbeiteter Kolonialisierungen aus der Vergangenheit und deshalb ist es so wichtig, koloniale Überlagerungen zu erkennen und zu beseitigen. Das Ergebnis des Krieges wird die europäische Landschaft – sowohl die natürliche als auch die politische – unmittelbar prägen, wenn nicht sogar radikal verändern. Diese brutale, unmenschliche Form der Kolonisierung stellt eine große Gefahr für die Demokratie, nicht nur in der Ukraine, sondern in Europa insgesamt dar. Es ist sehr wichtig, dass die Dekolonisierung in jeder Hinsicht auf der Achtung der irdischen und menschlichen Natur basiert. Die Sichtweise der Künstler:innen ist wichtig und besonders, denn Kunst ist nicht didaktisch, sondern wirkt auf Emotionen. Und die Kunst ist in der Lage, nicht nur vergangene Einflüsse zu beleuchten, sondern auch ihre zukünftigen Bilder zu projizieren. Als Warnung, Hoffnung oder Illusion?
Bilder und Werke von: Mykola Dzhychka, Rostyslav Koterlin, Dmytro Petryna, Yuliia Petryna, Anatoliy Zvizhynsky
Anmerkung: Die im Verein Kultur Aktiv e.V in Dresden angegliederte Galerie nEUROPA führt seit mehr als zehn Jahren verschiedene Projekte mit Künstler:innen aus dem Umfeld des Kultur- und Kunstraums "Underground Passage Vagabundo" in Iwano-Frankiwsk durch, sowohl in Dresden und Iwano Frankiwsk.
Einlass: 18:00 Uhr
Gespräch ab 18:30 Uhr
Eintritt frei. Spenden sind willkommen.
- 06.05.2026, 20:00 Uhr
Steinhaus-Kino: "La Grazia"
- 09.05.2026, 20:00 Uhr
OPEN STAGE meets JAZZ ROOT CAMP
- 13.05.2026, 20:00 Uhr
Steinhaus-Kino: "Calle Málaga - Ein Zuhause in Tanger"
- 17.05.2026, 00:00 Uhr
FARBTONALE I. – Deutsch-polnische Workshopwoche bildende Kunst und Musik
- 18.05.2026, 00:00 Uhr
FARBTONALE I. – Deutsch-polnische Workshopwoche bildende Kunst und Musik
- 19.05.2026, 19:00 Uhr
Vernissage: Farbklänge – Klangfarben ROT – BLAU – GRÜN
- 19.05.2026, 00:00 Uhr
FARBTONALE I. – Deutsch-polnische Workshopwoche bildende Kunst und Musik
- 20.05.2026, 20:00 Uhr
Steinhaus-Kino: "DJ Ahmet"
- 20.05.2026, 00:00 Uhr
FARBTONALE I. – Deutsch-polnische Workshopwoche bildende Kunst und Musik
- 21.05.2026, 20:00 Uhr
Foyerkonzet mit AKaRinde