Der fröhliche Widerstand
Cumberlandsche Bühne
Deutschland hat nicht nur ein Herz aus Beton, sein Streikrecht ist es auch — hart und stramm: „Wilde Streiks“, also Arbeitskämpfe ohne den Segen der Gewerkschaften, sind verboten, wodurch revolutionäre Begehren im Keim zu ersticken drohen. Doch immer wieder haben sich Menschen diesem Verbot widersetzt. Weil sie wütend waren. Weil sie keine andere Wahl hatten. Deshalb widmet sich dieses Gespräch dem Kontrollverlust von oben und der Selbstermächtigung von unten: mit einem Blick zurück in die 70er-Jahre, etwa zu Ford in Köln, und einem ...
Deutschland hat nicht nur ein Herz aus Beton, sein Streikrecht ist es auch — hart und stramm: „Wilde Streiks“, also Arbeitskämpfe ohne den Segen der Gewerkschaften, sind verboten, wodurch revolutionäre Begehren im Keim zu ersticken drohen. Doch immer wieder haben sich Menschen diesem Verbot widersetzt. Weil sie wütend waren. Weil sie keine andere Wahl hatten. Deshalb widmet sich dieses Gespräch dem Kontrollverlust von oben und der Selbstermächtigung von unten: mit einem Blick zurück in die 70er-Jahre, etwa zu Ford in Köln, und einem auf heutige Arbeitskämpfe bei Lieferdiensten, in Lagerhallen und Pflegeeinrichtungen. Gäste sind der Zeitzeuge Orhan Çalışır und die Autorin und Affekt-Theoretikerin Şeyda Kurt.
Über die Reihe
Es gibt genug Gründe, in dieser Zeit Widerstand zu leisten. In der Veranstaltungsreihe „Der fröhliche Widerstand“ beleuchten wir die Gefühle, unter deren Banner er geführt wird — Wut, Liebe, Hoffnung, Hass — und fragen, wie unser Widerstand in Zukunft aussehen kann. Dafür schauen wir vom Gestern bis ins Heute: von den Chaostagen in Hannover bis zu aktuellen Protestformen aus aller Welt. In Zeiten autoritärer Tendenzen wollen wir einen Raum schaffen, in dem wir voneinander auch die fröhlichen Formen des Widerstands lernen — kreativ, lustvoll und energetisch.
In dieser Reihe kommen Aktivist*innen, aber auch literarische und musikalische Köpfe zusammen. Wir organisieren offene Gespräche, künstlerische Intervention, Vernetzung mit Gleichgesinnten und Tanzmusik.
Kuration: Luna Ali und Christoffer Horlitz
Dramaturgie: Yunus Ersoy
Bühne: Sophie Schröder
Produktionsassistenz: Helena Bschaden
Bisherige Gäst*innen in der Spielzeit 25/26:
Klaus Abelmann, Don L. Gaspár Ali, Annette Benjamin, Hollow Skai
- 24.01.2026, 19:30 Uhr
Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.
- 30.01.2026, 17:00 Uhr
Showing mit Feedbackgespräch
- 31.01.2026, 14:00 Uhr
Workshop: Motion in Sound — Wie wird Tanz hörbar?
- 05.02.2026, 19:00 Uhr
February
Let's talk about Rap
- 08.02.2026, 12:00 Uhr
House of Many: TikTok-Dance-Workshop mit Cati Gombe und Viktoria Magnucki
- 19.02.2026, 19:00 Uhr
Mahnwache in Gedenken an die Opfer des Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau
- 28.02.2026, 18:30 Uhr
During Ukraine
- 28.02.2026, 20:15 Uhr
Wie man mit Toten spricht
- 28.02.2026, 21:30 Uhr
How to Talk About the Unspeakable?
- 06.03.2026, 19:30 Uhr
March
All the Sex I've Ever Had