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Spielplatz
Synopsis
In einer kontinuierlichen Einstellung beobachtet die Kamera von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Zeitraffer einen Spielplatz. Das bunte Klettergerüst erscheint von seiner Umgebung abgeschnitten, der Platz, auf dem es steht, gründlich gesäubert, geradezu steril: Es herrscht kein ausgelassenes Treiben, kein fröhliches Lachen ist zu hören. Der Spielplatz ist still und verlassen. Nur hin und wieder betritt jemand die Szenerie, Kinder zumeist, einzeln oder manchmal auch zu zweit, deren Aufmerksamkeit allerdings nicht lange von dem Spielgerät gefesselt wird. Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob dieser von Erwachsenen erdachte und konzipierte Ort das kindliche Spiel nicht vielmehr kontrollieren als ihm einen Freiraum bieten will. Aufgrund ihrer Seltenheit werden die vereinzelten Auftritte von Menschen oder Tieren zu Ereignissen, selbst dann, wenn kaum etwas dabei geschieht. Schnell sind jedoch diese Momente wieder vorüber und der Spielplatz bleibt erneut sich selbst und der Natur überlassen, die – obgleich ausgesperrt – zumbestimmenden Element wird: Der Wechsel von Licht und Schatten ist das eigentliche Spiel, das hier stattfindet, und die welken Blätter sind die einzigen Spuren, die der verstreichende Tag auf dem Platz hinterlässt.Cast & Crew
- Regie
- Kamera
- Schnitt