„Could it then have been love…?“: opera! SommerWerkStatt Musiktheater 2026 zeigt ein Panorama der Liebe

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20. Mai 2026

Ab dem 03. Juni laden Folkwang Studierende aus dem Studiengang Gesang | Musiktheater zu einem Abend rund um Liebesbeziehungen aus drei Jahrhunderten Musiktheater ein. Unter der Regie von Gastregisseur Georg Zlabinger und unter musikalischer Leitung von Folkwang Professor Rodrigo Tomillo darf sich die interessierte Öffentlichkeit auf Ensembles aus Oper, Operette, Oratorium und Musical von Händel bis Strawinsky freuen. Die unterschiedlichen Genres werden zueinander in Beziehung gesetzt und zu einem musikalisch-szenischen Panorama über Liebesglück und Liebesleid verbunden. Der Titel „Could it then have been love…?“ ist inspiriert von einer Textzeile aus der Strawinsky-Oper „The Rake‘s Progress“.

Nach den Inszenierungen zu Mozarts „Le Nozze di Figaro“ im Wintersemester 2022|23 und „The Rape of Lucretia“ von Benjamin Britten im Wintersemester 2024|25 kehrt der Wiener Georg Zlabinger diesmal für die SommerWerkStatt Musiktheater an die Folkwang Universität der Künste zurück. Über das Format sagt er: „Neben der alljährlichen Opernproduktion im Wintersemester bietet die SommerWerkStatt Musiktheater den Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen einer Art Workshop weiteres Rüstzeug für die Erarbeitung von Gesangspartien und zur Rollengestaltung und musikalisch-szenischen Interpretation zu sammeln. Es wird außerdem ein Brückenschlag zu opernnahen Genres wie Lied, Operette, Musical, Tanz- oder Sprechtheater gesucht. Die Ausgabe 2026 fokussiert auf Fertigkeiten im Ensemble-Singen. Was heißt es, über die eigene Stimme hinaus in einem größeren musikalischen Zusammenhang gemeinsam zu musizieren und in Beziehung sowie in Kontrast zu den Mitsingenden zu agieren.“

Die Premiere der opera! SommerWerkStatt Musiktheater 2026 findet statt am Mittwoch, den 03. Juni, um 19.30 Uhr im Pina Bausch Theater am Campus Essen Werden. Es folgen Termine am 05. und am 06. Juni, jeweils um 19.30 Uhr.

Karten sind zum Preis von 7 Euro (ermäßigt 5 Euro) über die Folkwang Kartenhotline unter 0201_4903-231, per Mail unter karten@folkwang-uni.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Schüler*innen erhalten bei Vorlage ihres Schulausweises freien Eintritt zu den Veranstaltungen der Hochschule.

Georg Zlabinger
Der österreichische Regisseur Georg Zlabinger, geboren 1993 in Wien, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien.
In der Saison 2024|2025 hat Zlabinger mit Verdis „Otello“ sein Regiedebüt am Opernhaus Oslo gegeben. An der Folkwang Universität der Künste inszenierte er bereits Brittens „The Rape of Lucretia“ (2024) sowie „Le Nozze di Figaro“ (2022). Mit einer Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ kehrte er ans Theater Bielefeld zurück, wo er in den Vorjahren bereits Regiearbeiten zu „Eugen Onegin“ (2022|23) und „Káťa Kabanová“ (2024) realisiert hatte. Des Weiteren zeichnete er als Co-Regisseur für die Neuaufnahme von „Peter Grimes“ an der Opéra National de Lyon verantwortlich.
Weitere Projekte umfassen u. a. die szenische Einrichtung von Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ für das Wiener Konzerthaus und das Göteborger Konserthuset (2022), die Neuerarbeitung von „Luisa Miller“ an der Oper Köln (2023) oder die Inszenierung von Pendereckis „Die schwarze Maske“ mit Marin Alsop und dem National Polish Radio Symphony Orchestra (NOSPR, 2023).
Für das Theater an der Wien erarbeitete Zlabinger die Inszenierungen zu Cavallis „Il Giasone“ und Davies „The Lighthouse“ (gemeinsam mit seinen Brüdern Michael Zlabinger, Dirigat, und Martin Zlabinger, Ausstattung) sowie das Projekt „Don Giovanni Last Minute“ nach Mozart. 
Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet Zlabinger seit 2015 mit Christof Loy. Neben Wiederaufnahmen, wie z. B. „Peter Grimes“ am Theater an der Wien (mit den International Opera Awards ausgezeichnet) oder „Tosca“ an der English National Opera erarbeitete er mit Loy mehrere Inszenierungen als Co-Regisseur. 2019 zeichnete er für die Neueinstudierung von „La forza del destino“ am Royal Opera House Covent Garden verantwortlich (WA Herbst 2023). 2021 realisierte er beim Glyndebourne Festival die Neuproduktion „Luisa Miller“ nach einer Konzeption Loys; 2023 folgte die gemeinsame Inszenierung von „Lohengrin“ an De Nationale Opera Amsterdam.
Regiearbeiten im Bereich Sprechtheater verwirklichte er im Rahmen des von ihm neugegründeten Theaters am Akademischen Gymnasium Wien, in der Erbsenfabrik Wien, im Ateliertheater Wien und auf Schloss Wartholz. 
Von 2013 bis 2024 war Zlabinger als Regieassistent und Abendspielleiter regelmäßig am Theater an der Wien engagiert, wo er unter anderem mit den Regisseur*innen Andrea Breth, Keith Warner, Tatjana Gürbaca, Martin Kušej, Mariusz Treliński oder Johannes Erath zusammenarbeitete. Weitere Regieassistenzen führten ihn an die Volksoper Wien, zu den Wiener Festwochen, den Berliner Festspielen, an De Nationale Opera Amsterdam, zu den Salzburger Festspielen und Bregenzer Festspielen, an die Finnish National Opera Helsinki und ans Teatro Real Madrid.