Es gibt viele Erklärungen dafür, warum der 100 Jahre junge Film schon immer untrennbar mit dem Ausdrucksmittel der Musik verbunden war und ist. Tatsache bleibt, dass bereits 1918 die UFA-Studios in Babelsberg das erste Filmorchester in Deutschland gründeten und dieses Orchester 1932 modifizierten, um mit der Erfindung des Tonfilms den neuen Anforderungen des Tonformats zu entsprechen. Fast unbe...
Es gibt viele Erklärungen dafür, warum der 100 Jahre junge Film schon immer untrennbar mit dem Ausdrucksmittel der Musik verbunden war und ist. Tatsache bleibt, dass bereits 1918 die UFA-Studios in Babelsberg das erste Filmorchester in Deutschland gründeten und dieses Orchester 1932 modifizierten, um mit der Erfindung des Tonfilms den neuen Anforderungen des Tonformats zu entsprechen. Fast unbeschadet überstand dieser Klangkörper die furchtbare Zeit des Zweiten Weltkrieges und konnte somit bereits 1946 seine Arbeit unter dem neuen Dach der DEFA fortsetzen. Bis 1989 wurden alle Spiel- und Fernsehfilmproduktionen, genannt seien z. B. „Die Mörder sind unter uns“, „Frühlingssinfonie“, „Die Legende von Paul und Paula“ sowie die Episoden der Fernsehserie „Polizeiruf 110“ vom DEFA-Sinfonieorchester eingespielt.
Mit dem Verkauf und der damit verbundenen Umstrukturierung der Studios waren das Orchester und seine Musiker zwischenzeitlich integrierter Teil der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam, bis es sich 1993 gemeinsam mit den Musikern des RBT-Orchesters Berlin in seiner jetzigen Form und unter dem neuen Namen „Deutsches Filmorchester Babelsberg“ wiedergründete.
Nach mehr als einem Jahrzehnt kann das Orchester auf eine Vielzahl von Produktionen, Konzerten und Tourneen verweisen : 220 Filmmusikproduktionen wie „Die Apothekerin“, „Solo für Klarinette“, „Otto – Der Katastrophenfilm“, „Der Tanz mit dem Teufel“, „The Musketeer“, „Lauras Stern“, „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ oder „Der Clown – Payday“, um nur einige der nationalen und internationalen Produktionen zu nennen, wurden in den eigenen Studios produziert und eingespielt.
Darüberhinaus war das Ensemble an 60 CD-Produktionen wie „Reise, Reise“ (Rammstein), „A new day has come“ (Céline Dion), „17 Millimeter“ (Hildegard Knef), „Macht Liebe“ (Rosenstolz), „Nena feat. Nena“ oder „Zion“ (Söhne Mannheims) beteiligt.
Neben den rund 750 Konzerten im In- und Ausland, 50 Fernsehshows und Galas (wie der alljährlich von der ARD gesendete „José-Carreras-Gala“ mit durchschnittlich 8,2 Millionen Zuschauern), gelang es dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, eine Renaissance der sogenannten Film-Live-Konzerte international umzusetzen, also Stummfilmdarbietungen mit orchestraler Livebegleitung. Prominentester Aufführungsort war 1996 die Academy of Motion Pictures and Scienes in Los Angeles. Diesen medien- und kulturpolitischen Aspekt würdigte die Berliner Zeitung mit ihrem Kritikerpreis.
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