Fußball und Politik: Welche gesellschaftliche Verantwortung trägt der Sport?
Im Juni 2026 wird die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Mexiko und Kanada angepfiffen. Gastgeber USA steht wegen seiner politischen Lage in der Kritik: Krieg gegen den Iran (der sich ebenfalls für die WM qualifiziert hat), eine restriktive Einreisepolitik, das gewaltsame Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE, Dekrete des US-Präsidenten gegen trans Personen – Amnesty International spricht von einer „akuten Menschenrechtskrise”.
Im Vorfeld der WM wurden daher vereinzelt Rufe nach einem möglichen Boykott laut, beispielsweise ...
Im Juni 2026 wird die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Mexiko und Kanada angepfiffen. Gastgeber USA steht wegen seiner politischen Lage in der Kritik: Krieg gegen den Iran (der sich ebenfalls für die WM qualifiziert hat), eine restriktive Einreisepolitik, das gewaltsame Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE, Dekrete des US-Präsidenten gegen trans Personen – Amnesty International spricht von einer „akuten Menschenrechtskrise”.
Im Vorfeld der WM wurden daher vereinzelt Rufe nach einem möglichen Boykott laut, beispielsweise von Oke Göttlich, dem Präsidenten des FC St. Pauli. Es ist nicht das erste Mal, dass Boykottaufrufe und Positionierungsforderungen im Rahmen von Weltmeisterschaften aufgrund der politischen Lage im Gastgeberland laut werden. Die letzte WM in Katar im Jahr 2022 wurde massiv wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert und von Zuschauer:innen individuell boykottiert, insbesondere aufgrund der (tödlichen) Arbeitsbedingungen auf den Stadionbaustellen.
Der Blick auf die zukünftige WM 2034 im autokratisch regierten Saudi-Arabien lässt vermuten, dass solche Debatten nicht abreißen werden. Nationale Verbände und die FIFA berufen sich unterdessen auf die Neutralität des Sports, während gleichzeitig Entscheidungen wie das Verbot der Regenbogen-Kapitänsbinde bei der WM 2022 oder die Vergabe eines FIFA-Friedenspreises an Donald Trump politische Positionierungen kaum verbergen lassen. Wir möchten gemeinsam diskutieren: Wie viel gesellschaftliche Verantwortung kann und sollte der Fußball übernehmen? Und wer ist in der Pflicht, dieser Verantwortung nachzukommen?
Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Prof. Jürgen Mittag (DSHS Köln), Lisa Steffny (ESV Olympia) sowie Josefine Paul (MdL, Bündnis 90/Die Grünen) am 23.06.26 um 19:30 Uhr im Stadtgarten!
In order for our website to function optimally, we use cookies for some of our applications. This includes i.a. the embedded social media, but also a tracking tool that provides us with information about the ergonomics of our website and user behavior. If you click on "Accept all cookies", you agree to the use of technically necessary cookies and those to optimize our website. See "Cookie Settings" for more information.
Control settings
Please select your preferences. You can change these at any time.
In order for our website to function optimally, we use cookies for some of our applications. These cannot be deactivated, otherwise you will not be able to use all applications.
In order to make our website as user-friendly as possible, we have i.a. social media embedded on our website. This allows you to share content with your loved ones on the appropriate network with just a few clicks. We also use anonymous tracking technology, which gives us information about e.g. the user behavior, but also the effectiveness and ergonomics of our website. For this purpose, we also use services that may be based outside the European Union (especially in the USA), where the level of data protection may be lower than in Germany.