Der Sandmann ist ein schreckliches Wesen, das Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen klaut. Diese Geschichte hört Nathanael als Kind, und er weiß: Der Sandmann kommt in Gestalt des Advokaten Coppelius jede Nacht ins Haus der Familie. Im Zimmer des Vaters gehen geheimnisvolle Dinge vor sich. Und eines Tages ist der Vater tot. Der Sandmann hat ihn geholt.
Jahre später steht ein Mann namens Coppola vor Nathanaels Tür. Er traut seinen Augen kaum. Aber es ist derselbe Mann. Egal, wie er sich nennt. Und egal, was die anderen sagen. ...
Worum es geht
Der Sandmann ist ein schreckliches Wesen, das Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen klaut. Diese Geschichte hört Nathanael als Kind, und er weiß: Der Sandmann kommt in Gestalt des Advokaten Coppelius jede Nacht ins Haus der Familie. Im Zimmer des Vaters gehen geheimnisvolle Dinge vor sich. Und eines Tages ist der Vater tot. Der Sandmann hat ihn geholt.
Jahre später steht ein Mann namens Coppola vor Nathanaels Tür. Er traut seinen Augen kaum. Aber es ist derselbe Mann. Egal, wie er sich nennt. Und egal, was die anderen sagen. Die Einzige, die ihn wirklich zu verstehen scheint, ist die rätselhafte Olimpia mit ihren irgend wie leblosen Augen.
E. T. A. Hoffmann beschreibt in seiner berühmten Erzählung, wie ein Mensch den festen Boden der Wirklichkeit unter seinen Füßen verliert. Nathanael entgleiten die Dinge. Was eben noch verlässliche Wahrheit war, löst sich auf. Nichts ist, wie es scheint. In seiner Inszenierung macht Tom Schneider diesen Zustand der Haltlosigkeit auf besondere Art für das Publikum erfahrbar: einen Zustand, der in Zeiten von alternativen Fakten und KI-generierten Bildern auch ein heutiges Lebensgefühl beschreibt.
Über Tom Schneider
Tom Schneider war zunächst Theatermusiker, dann Regieassistent und wurde schließlich Regisseur. Seine Inszenierungen denkt er darum musikalisch. Da sind die Worte nicht wichtiger als die Stille dazwischen. Und wo ein Text etwas sinnhaft vermittelt, schafft er Bild- und Klangwelten, die das Publikum das gleiche erfahren und empfinden lassen. Tom Schneider inszenierte unter anderem an den Münchner Kammerspielen, am Theater Neumarkt in Zürich, am Schauspiel Leipzig und am Schauspielhaus Bochum. Gemeinsam mit u. a. Sandra Hüller ist Tom Schneider im FARN Kollektiv aktiv.
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