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zamus: musiklabor // Jenseits der Estampie: Die früheste Instrumentalmusik des Mittelalters vom 9. – 14.Jh. // Workshop

Oct

Norbert Rodenkirchen - Flöte, Harfe, Cithara
Pierre Hamon (Paris) - Flöten

Die früheste Instrumentalmusik des Mittelalters vom 9. – 14.Jh.
Von Sequela zu Ductia, Nota und Estampie

Die mittelalterliche Instrumentalmusik wie sie im Paris des 13. Jahrhundert als Stantipes (Estampie) und Ductia beschrieben wurde hatte sichab dem 9. Jahrhundert parallel zu vokalen Formen entlang der Linie Sequela, Lai, Planctus und Nota entwickelt.

Der eintägige Workshop richtet sich an alle Instrumentalist*innen und Sänger*innen, die sich für die aufführungspraktischen Besonderheiten der mittelalterlichen Musik an der Schnittstelle zwischen vokalem und instrumentalem Repertoire, sowie für einen aktuellen Blick auf die musikalischen Originalhandschriften der frühesten Instrumentalmusik interessieren.

Sowohl der Workshop als auch das darauf folgende Konzertprogramm "De juer et de baler“ verfolgt den roten Faden, sich dem faszinierenden Genre der Estampie von zwei gegensätzlichen Seiten anzunähern: einerseits werden die frühesten mittelalterlichen Formen dieser Spielart vom 9. bis zum 13. Jh. präsentiert. Eine archäologisch orientierte Spurensuche steht hierbei im Vordergrund. Andererseits wird die kreative Weiterentwicklung dieser Improvisationsform ab dem 13. Jh. in den Fokus gerückt, von den ersten reinen Instrumentalnotationen im französischen Manuscrit du Roi zu den virtuosen Versionen der norditalienischen Istampite ein knappes Jahrhundert später. Die erst kürzlich in die Aufmerksamkeit der Musikforscher getretene aufführungspraktische Bedeutung des Pneuma genannten Nachspiels, welches auf Estampien zu folgen hat, wird im Konzert erstmals durchgehend verwirklicht und im Workshop als Improvisationsübung vermittelt.

Es wird vormittags zwei multimediale Vorträge von Pierre Hamon und Norbert Rodenkirchen sowie im Anschluss praktische Masterclasses für Solovortrag und Kleinbesetzungen geben. Aktive musikalische Teilnahme ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Auch Hörer*innen sind willkommen, je nach Verfügbarkeit der coronabedingt reduzierten Plätze. Voranmeldung ist erforderlich. Geeignete mittelalterliche Instrumente in pythagoräischer Stimmung sind zB: Blockflöte, Traversflöte, Harfe, Citole, Fidel, Rebec, Organetto, Drehleier.

Pierre Hamon aus Paris, einer der international renommiertesten Flötenvirtuosen in der Szene für mittelalterliche Musik und Professor am Konservatorium in Lyon, u.a. bekannt durch seine enge Zusammenarbeit mit Jordi Savall und als Mitbegründer des französischen Ensembles Alla francesca, trifft auf den Kölner Flötisten Norbert Rodenkirchen, der sich u.a. durch seine jahrzehntelange Arbeit mit Sequentia und Dialogos einen Namen gemacht hat.

Tickets: tickets@zamus.de
zamus-Mitglieder: kostenlos
Nicht zamus-Mitglieder: 15 €

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Bitte beachten Sie, dass bei der momentanen Inzidenzstufe ein aktueller, negativer Testnachweis oder ein Impf- oder Genesenennachweis (3G) beim Veranstaltungsbesuch erforderlich ist.
Grundsätzlich besteht die Pflicht in Innenräumen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Bitte informieren Sie ich auch kurzfristig vor Ihrem Besuch über unsere Homepage oder auch über die Seite der Stadt Köln über die aktuellen Regelungen: www.stadt-koeln.de/leben-in-ko...

Adresse
zamus Heliosstraße 15 50825 Köln [ Ehrenfeld ] www.zamus.de

Veranstaltungsort

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Das zamus unterstützt die Musiker*innen mit Räumlichkeiten, begleitet ihre Veranstaltungen und sorgt für die Vernetzung der verschiedenen Akteure untereinander.