George Garga arbeitet in einer Bibliothek in Chicago, wo eines Tages der reiche Holzhändler Shlink erscheint. Er macht ein verlockendes Angebot: Wenn Garga ein bestimmtes Buch für schlecht erklärt, bekommt er eine Riesensumme Geld. Garga lehnt den Willkürakt ab. Er besteht auf seiner geistigen Freiheit. Aber Shlink besteht auf Unterwerfung und lässt die Bibliothek verwüsten. So beginnt ein monumentaler Zweikampf, der schließlich die ganze Stadt erfasst. Die Kontrahenten setzen alles aufs Spiel: Geld, Familie, Arbeit, Liebe – und das eigene Leben. ...
George Garga arbeitet in einer Bibliothek in Chicago, wo eines Tages der reiche Holzhändler Shlink erscheint. Er macht ein verlockendes Angebot: Wenn Garga ein bestimmtes Buch für schlecht erklärt, bekommt er eine Riesensumme Geld. Garga lehnt den Willkürakt ab. Er besteht auf seiner geistigen Freiheit. Aber Shlink besteht auf Unterwerfung und lässt die Bibliothek verwüsten. So beginnt ein monumentaler Zweikampf, der schließlich die ganze Stadt erfasst. Die Kontrahenten setzen alles aufs Spiel: Geld, Familie, Arbeit, Liebe – und das eigene Leben.
IM DICKICHT DER STÄDTE nimmt prophetisch den außer Kontrolle geratenen Kapitalismus von heute vorweg, der soziale Ungleichheit immer weiter wachsen lässt. Die Überreichen fühlen sich unantastbar. Die Schwächsten werden abgehängt. In der Mittelschicht grassiert die Abstiegsangst – Ein Nährboden für faschistische Ideologie. Vor diesem Hintergrund überschreibt Regisseur Volker Lösch mit dem Autor Lothar Kittstein Brechts wuchtigen Text für die heutige Zeit. Der »Boxkampf», wie Brecht sein Stück bezeichnete, ist aktueller denn je.
Volker Lösch gehört zu den profiliertesten Regisseuren des Gegenwartstheaters. Zu seinen bisher über 100 Schauspiel- und Opern-Inszenierungen gehören Arbeiten für Häuser wie das Staatsschauspiel Dresden, Schauspiel Essen, Staatstheater Stuttgart, Hamburger Schauspielhaus, Theater Bonn, Schaubühne Berlin, Düsseldorfer Schauspielhaus oder das Volkstheater Wien. In seinen Inszenierungen setzt sich Volker Lösch mit aktuellen politischen Themen und gesellschaftlichen Missständen mit konkretem lokalem Bezug auseinander. Dafür bezieht er häufig Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen in die Aufführungen ein. In den letzten Jahren arbeitet er eng mit Autoren und Autorinnen zusammen, mit denen gemeinsam originäre Texte zur Uraufführung gebracht werden. So etwa mit Lothar Kittstein und Ulf Schmidt, mit denen er an Theatern in Wien, Bonn, Düsseldorf, Essen und Dresden viel diskutierte Projekte realisiert hat. Seine letzten Arbeiten waren u.a. Brechts DREIGROSCHENOPER im Reichsbürger- und AfD-Milieu am Staatsschauspiel Dresden, KÄSCH UND NAZISS am Saarländischen Staatstheater - über die Selbstabschaffung der Demokratie und ihre Verteidigung, und CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS am Staatsschauspiel Dresden über den Umgang mit Krisen und Katastrophen. An der Oper Bonn hat Volker Lösch in den letzten Spielzeiten FIDELIO und MAHAGONNY inszeniert. In der Eigenproduktion GELD IST KLASSE zum Thema Überreichtum steht er u.a. mit der Millionenerbin Marlene Engelhorn als Schauspieler auf der Bühne. Volker Lösch engagiert sich außerhalb des Theaters als politischer Aktivist, zum Beispiel gegen das Bau- und Immobilienprojekt Stuttgart21. Am Theater Bonn inszenierte er zuletzt 216 MILLIONEN (24/25) und DER FREISCHÜTZ (25/26).
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