Excerpts from works of Spanish musical theatre in memory of Pilar Lorengar
Benannt nach dem Palacio de la Zarzuela nahe Madrid entstand die frühe Form des spanischen Musiktheaters bereits im 17. Jahrhundert parallel zur italienischen Oper. Dem Vaudeville, der Posse und der Operette verwandt, wurden innerhalb weniger Jahrzehnte hunderte dieser kurzweiligen und effektvollen Werke verfasst. Die zunehmend in Vergessenheit geratene Gattung erlebte erst Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Rehabilitation, wird aber bis heute auf den Spielplänen vernachlässigt. Starregisseur Christof Loy, der sich intensiv für die Zarzuela einsetzt ...
Benannt nach dem Palacio de la Zarzuela nahe Madrid entstand die frühe Form des spanischen Musiktheaters bereits im 17. Jahrhundert parallel zur italienischen Oper. Dem Vaudeville, der Posse und der Operette verwandt, wurden innerhalb weniger Jahrzehnte hunderte dieser kurzweiligen und effektvollen Werke verfasst. Die zunehmend in Vergessenheit geratene Gattung erlebte erst Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Rehabilitation, wird aber bis heute auf den Spielplänen vernachlässigt. Starregisseur Christof Loy, der sich intensiv für die Zarzuela einsetzt, gestaltet einen Abend an der Deutschen Oper Berlin.
„Im Grunde steht die Zarzuela synonym für Musiktheater auf Spanisch mit all dem Reichtum, den der Begriff Musiktheater, wie er in klassischen Opern- und Operettenführern zu finden ist, im Rest der Welt impliziert. Vom Früh- bis zum Hochbarock, über Singspiel, komische und ernste Opern, Verismo-Dramen mit und ohne gesprochenen Text, bis hin zu Musicals und Revuen mit losen Handlungssträngen … all das, nur auf Spanisch. Warum keines dieser Werke in den internationalen Musiktheaterkanon Eingang gefunden hat, bleibt für mich ein Rätsel.“ – Christof Loy
Die Veranstaltung ist der legendären Sopranistin Pilar Lorengar [1928 – 1996] gewidmet, die als junge Sängerin ihre Karriere mit der Zarzuela begann und ab 1958 an der Deutschen Oper Berlin engagiert war. Als umjubeltes Ensemblemitglied stand sie von der Eröffnungspremiere des Hauses an der Bismarckstraße 1961 bis zu ihrem Karriereende hier auf der Bühne.
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