Auf der Bühne ist eine große Leinwand. Darauf wird ein Video übertragen. Ein Schauspieler hat eine Legofigur in der Hand. Andere Legofiguren liegen vor ihm. |
Viele Personen stehen in Fußballtrikots auf der Bühne. Alle jubeln. Manche tragen einen Deutschlandschal. |
Vorn steht ein Schauspieler mit einem riesigen, goldenen Bambi-Kopf im Arm. Hinter ihm sitzen fünf Personen erhöht. |
Mehrere Personen hocken um eine kleine Fläche. Sie spielen mit Legofiguren. Die Legofiguren tragen Fußballtrikots. Eine Person filmt. |
Auf einer großen Leinwand sind viele Legofiguren. Alle tragen Fußballtrikots. Hinter der Leinwand hocken mehrere Personen und spielen mit Legofiguren. Eine Person filmt. |
Viele Personen stehen wie ein Chor gemeinsam auf der Bühne. Alle sprechen nach vorn in den Zuschauerraum. |
Ein Schauspieler in einem Fußballtrikot sitzt oben auf einem Teil des Bühnenbilds. Von unten schaut eine Musikerin zu ihm hoch. |
Mehrere Personen hocken um eine kleine Fläche. Auf der einen Seite ist hohes Gras. Ein Schauspieler schaut durch die Grashalme. Eine Person filmt. |
Mehrere Personen stehen im Hintergrund der Bühne. Vorn läuft ein Video auf einer Leinwand. Darauf ist eine Person, die aussieht wie Harry Potter. Ein Schauspieler trägt ein Fußballtrikot. |
Es ist recht dunkel auf der Bühne. Mehrere Personen drängen sich um eine Kamera. Im Hintergrund ist hohes Gras zu sehen. |
Uraufführung
von Akın Emanuel Şipal
mit türkischem und englischem Übertext
„My job is a football player and not a politician.“ (Mesut Özil) — Mesut Özil ist vieles zugleich: Ballkünstler, Weltmeister, Identifikationsfigur, Posterboy für Integration, Sündenbock, Skandalfigur. Seine Geschichte spiegelt die Spannungen eines Landes wider, das mit seiner Vorstellung von Zugehörigkeit hadert. Während Özil wenig über sein Leben preisgab, urteilte die Öffentlichkeit umso lauter – über seine Körpersprache, seine Kunst am Ball, seine politischen und religiösen Einstellungen, seine Loyalität. Geboren in Gelsenkirchen, wird er mit ...
„My job is a football player and not a politician.“ (Mesut Özil) — Mesut Özil ist vieles zugleich: Ballkünstler, Weltmeister, Identifikationsfigur, Posterboy für Integration, Sündenbock, Skandalfigur. Seine Geschichte spiegelt die Spannungen eines Landes wider, das mit seiner Vorstellung von Zugehörigkeit hadert. Während Özil wenig über sein Leben preisgab, urteilte die Öffentlichkeit umso lauter – über seine Körpersprache, seine Kunst am Ball, seine politischen und religiösen Einstellungen, seine Loyalität. Geboren in Gelsenkirchen, wird er mit 17 Profi bei Schalke. Unzufrieden wechselt er zu Werder Bremen, wo er sein erstes Bundesliga-Tor schießt. Er tauscht den türkischen gegen den deutschen Pass und wird dafür gefeiert und ausgepfiffen zugleich. 2010 erhält er den Bambi für Integration, vier Jahre später wird er Weltmeister. 2018 verändert alles: Das Foto mit Erdoğan löst eine Welle der Empörung aus, Özil schweigt dazu. Nach neun Jahren tritt Özil aus der Nationalelf zurück: 92 Spiele, 23 Tore, 40 Vorlagen, ein WM-Titel – und viel Hass. Er rechnet mit dem DFB, den Medien und Sponsoren ab, wirft ihnen Doppelmoral und Rassismus vor. Heute lebt er in Istanbul, seine politischen Positionen gelten als umstritten. Özils Geschichte changiert zwischen Opfer und Täter, Vorbild und Provokateur. Der Fall erzählt von Deutschland und seinen Rissen, von Projektionen und Leistungsdruck. In „Der Zauberer von Öz“ verwandelt Akın Emanuel Şipal diese Biografie in eine märchenhafte multiperspektivische Reise, in der Zauberkräfte auf Popkultur, Sport und Politik treffen. Özil begibt sich auf eine (alb)traumartige Rückschau auf seine Karriere – heimgesucht von den Geistern der Vergangenheit. In der Regie von Aram Tafreshian kommen Machtverhältnisse, Integrationsdiskurse und die Fliehkräfte unserer Gesellschaft in ihrer Absurdität auf die Bühne, wo sie in feinen Zwischenräumen zur Debatte stehen. Der Abend wechselt blitzschnell und fragmentarisch zwischen Genres und Blickwinkeln und erzählt dabei mehr über die Beobachtenden als über das Beobachtete.
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