Josef K. weiß nicht, wie ihm geschieht. Es ist der Morgen seines 30. Geburtstags und als wäre das nicht schlimm genug, wird der Beamte von zwei ihm unbekannten Herren verhaftet. Doch Josef K. hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, auf jeden Fall nicht das er wüsste. Was ihm zur Last gelegt wird, bleibt im Dunkeln. Der Versuch, vor Gericht vorzusprechen, führt K. in eine mysteriöse Behörde im Zentrum der Stadt, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Josef K. ist entschlossen, sich zu verteidigen. Schließlich gilt das Prinzip im Zweifel für ...
Josef K. weiß nicht, wie ihm geschieht. Es ist der Morgen seines 30. Geburtstags und als wäre das nicht schlimm genug, wird der Beamte von zwei ihm unbekannten Herren verhaftet. Doch Josef K. hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, auf jeden Fall nicht das er wüsste. Was ihm zur Last gelegt wird, bleibt im Dunkeln. Der Versuch, vor Gericht vorzusprechen, führt K. in eine mysteriöse Behörde im Zentrum der Stadt, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Josef K. ist entschlossen, sich zu verteidigen. Schließlich gilt das Prinzip im Zweifel für den Angeklagten. Doch je vehementer er seine Unschuld verteidigt, desto undurchschaubarer, wirrer und endloser wird das Netz aus Gesetzen, Paragraphen und Regelungen. Auf den Rechtsstaat ist in diesem Fall kein Verlass. Da wird bei kritischer Nachfrage das Mikro abgestellt. Die Presse gerügt. Da kommen Skandale ans Licht. Dazwischen große Ratlosigkeit, wie es eigentlich weitergehen soll in diesem Prozess. Josef K. begreift, dass der „Sinn dieser großen Organisation, dieser korrupten Bande“, der Sinn des immer absurder werdenden Prozesses nur eines ist – sinnlos. Die Intransparenz des Verfahrens und die Hürden und Blockaden bürokratischer Apparate und Verwaltungen steigert Kafka in DER PROZESS zu einem alptraumhaften Szenario. (Stichwort kafkaesk!)
Felix Krakau geb. 1990 in Hamburg, studierte Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und als Gast Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Er arbeitet als Regisseur und Dramatiker u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Volkstheater Wien, Theater Bremen, Schauspielhaus Wien, Schauspiel Essen, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Theater Heidelberg sowie an den Staatstheatern Augsburg und Darmstadt.
Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Preis des Körber Studio Junge Regie, dem 3. Else-Lasker-Schüler-Stückepreis sowie Residenzstipendien der Roger-Willemsen-Stiftung, des Hessischen Literaturrats und im Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop. In der Spielzeit 25/26 inszenierte er am Theater Bonn DON KARLOS (A NEW MORNING). Krakau hat sich mit seinen klugen, zeitgeistigen und humorvollen Überschreibungen von Klassikern einen Namen gemacht. In seiner Bühnenbearbeitung von DER PROZESS widmet sich Krakau den skurrilen Abgründen des Verwaltungsapparats. Wie schön das Stadthaus in der Sonne glänzt…
In order for our website to function optimally, we use cookies for some of our applications. This includes i.a. the embedded social media, but also a tracking tool that provides us with information about the ergonomics of our website and user behavior. If you click on "Accept all cookies", you agree to the use of technically necessary cookies and those to optimize our website. See "Cookie Settings" for more information.
Control settings
Please select your preferences. You can change these at any time.
In order for our website to function optimally, we use cookies for some of our applications. These cannot be deactivated, otherwise you will not be able to use all applications.
In order to make our website as user-friendly as possible, we have i.a. social media embedded on our website. This allows you to share content with your loved ones on the appropriate network with just a few clicks. We also use anonymous tracking technology, which gives us information about e.g. the user behavior, but also the effectiveness and ergonomics of our website. For this purpose, we also use services that may be based outside the European Union (especially in the USA), where the level of data protection may be lower than in Germany.