Der belgische Tenor Thomas Blondelle wurde in Brügge geboren und studierte Gesang, Klavier, Komposition, Kammermusik in Brügge, Musikwissenschaften in Leuven. Er erhielt Preise beim Viñas-Wettbewerb 2005, beim Concours Reine Elisabeth 2011 und beim Belvedere-Wettbewerb 2012. Sein Repertoire spannt sich von den jugendlichen Heldenpartien über Rollen des Charakterfachs bis zur Operette. Noch während seines Studium...
Der belgische Tenor Thomas Blondelle wurde in Brügge geboren und studierte Gesang, Klavier, Komposition, Kammermusik in Brügge, Musikwissenschaften in Leuven. Er erhielt Preise beim Viñas-Wettbewerb 2005, beim Concours Reine Elisabeth 2011 und beim Belvedere-Wettbewerb 2012. Sein Repertoire spannt sich von den jugendlichen Heldenpartien über Rollen des Charakterfachs bis zur Operette. Noch während seines Studiums debütierte er in Brüssel als Hans Scholl in Die Weiße Rose und war von 2006 bis 2009 Ensemblemitglied in Braunschweig, wo er Belmonte / Die Entführung aus dem Serail, Boris / Katja Kabanowa, Alfredo / La traviata und in Die Csardasfürstin, Wiener Blut und Die Fledermaus sang. Diese Partien begleiteten ihn seinen weiteren Karriereweg und wurden ergänzt um u. a. Froh und Loge / Das Rheingold, Kent / Lear, Stoltzing / Die Meistersinger von Nürnberg, Tambourmajor / Wozzeck, Elis / Der Schatzgräber, Lenski / Eugen Onegin, Tito / La clemenza di Tito, Idomeneo und Nikolaus Sprink in Kevin Puts’ Silent Night, die er u. a. in München, Wien, Amsterdam, Straßburg, Stuttgart, Frankfurt, beim Schleswig Holstein Festival, dem Saito Kinen Festival, den Festivals von Luzern und Aix en Provence, den BBC Proms, im Lincoln Center, an der Philharmonie de Paris, mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra und an der Cincinnati Opera sang. Er trat mit dem DSO, dem RIAS Kammerchor, den Stuttgarter Philharmonikern, dem WDR Rundfunkorchester, dem Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Orchestre de Monte Carlo, dem Orchestre de Paris, dem Brussels Philharmonic, dem Vlaams Symfonieorkest und der New York Philharmonic auf und arbeitete mit Dirigenten wie Michail Jurowski, Sigiswald Kuijken, Kent Nagano, Simon Rattle, Donald Runnicles, Ulf Schirmer, Marc Albrecht und Lothar Zagrosek. Zu seinen jüngsten Rollenporträts zählen u. a. Klaus-Narr / Gurrelieder, Winterreise, Siegfried, Guido Bardi / Eine florentinische Tragödie sowie Max / Der Freischütz, Apollo-Dionysos in Trojahns Orest, Herodes / Salome, Lummer / Intermezzo u. a. an der Deutschen Oper und dem Staatsballett Berlin, am Theater an der Wien, in Tokyo, Dresden, Prag, Paris, Hamburg, Antwerpen, Kopenhagen und bei den Bregenzer Festspielen. Er ist darüber hinaus engagierter Liedsänger, arbeitet als Librettist und Komponist und wurde 2021 zum Professor an die LUCA School of Arts berufen. An die Deutsche Oper Berlin kam er in der Saison 2008/09 zunächst als Stipendiat des Förderkreises. Von 2009 bis 2023 war er hier Ensemblemitglied mit Partien wie Tamino / Die Zauberflöte, Loge, Ismaele / Nabucco, Macduff / Macbeth, Prinz / L’amour des trois oranges, Chevalier de la Force / Dialogues des Carmélites, Male Chorus / The Rape of Lucretia, Eisenstein / Die Fledermaus, Erik / Der fliegende Holländer, Pelléas / Pelléas et Mélisande oder Parsifal. In den darauffolgenden Spielzeiten wie auch in der Saison 2026/27 blieb und bleibt er dem Haus an der Bismarckstraße verbunden.
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