Dr. Aviel Cahn
Dr. Aviel Cahn
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Im Herbst 2000 übernahm Aviel Cahn die Leitung der internationalen Beziehungen des China National Symphony Orchestra in Peking. Im Sommer 2001 wurde er Direktor...
Im Herbst 2000 übernahm Aviel Cahn die Leitung der internationalen Beziehungen des China National Symphony Orchestra in Peking. Im Sommer 2001 wurde er Direktor für Künstlerische Planung und Besetzung an der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Im Sommer 2004 wurde Cahn Operndirektor am Stadttheater Bern, wo er 2006 den Concours Ernst Haefliger gründete, den ersten internationalen Wettbewerb für Opernsänger in der Schweiz.
2007 übernimmt er ad interim die Direktion des Zürcher Kammerorchesters mit Chefdirigent Muhai Tang.
Von Januar 2009 bis Juli 2019 ist Cahn Intendant der Opera Vlaanderen (heute: Opera Ballet Vlaanderen), wo er mit der relativ kleinen Institution bemerkenswerte Ergebnisse erzielt hat: viel diskutierte Produktionen mit ungewöhnlichen Regisseuren, die zum Teil ihre ersten Opernarbeiten für Antwerpen/Gent kreierten, (z. B. Terry Gilliam, Christoph Waltz, FC Bergman, Kornel Mundruczo, Karin Henkel), jüngere Talente (z. B. Mariame Clément, David Bösch) und die Wiederentdeckung lange vernachlässigten und zeitgenössischem Repertoire sowie Uraufführungen. Opera Vlaanderen erreichte damit auch ein neues Publikum und baute seine pädagogische Abteilung für Kinder und junge Erwachsene weiter aus.
Seit der Saison 2015/16 arbeitet Cahn eng mit dem Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui zusammen. Eines der jüngsten Ergebnisse war die international gefeierte Produktion von PELLÉAS ET MÉLISANDE, inszeniert und choreografiert von Cherkaoui und Damien Jalet, mit Bühnenbildern von Marina Abramovic.
Mehrere Produktionen der Opera Vlaanderen wurden auf CD und DVD veröffentlicht. 2013 wurde die Inszenierung von PARSIFAL der Opera Vlaanderen von Regisseurin Tatjana Gürbaca mit dem International Opera Award in London als beste Wagner-Jahr-Jubiläumsproduktion sowie mit dem Preis „Produktion des Jahres“ des Opernwelt Jahrbuchs ausgezeichnet. Seine Inszenierung von LA JUIVE von Peter Konwitschny wurde mit dem Faust-Preis für die beste Opernproduktion in Deutschland 2016 ausgezeichnet. Die Uraufführung INFINITE NOW von Chaya Czernowin und Luk Perceval wird in der Opernwelt zur Uraufführung des Jahres gewählt. Die Opera Vlaanderen wurde bei den International Opera Awards in London 2014, 2015, 2016 dreimal in Folge als bestes Opernhaus nominiert und gewann schließlich 2019 die Auszeichnung.
Aviel Cahn gastiert gelegentlich als Dozent an der Universität Wien und am Mozarteum Salzburg, ist Vorstandsvorsitzender der EMA Europäische Musiktheater Akademie, Wien und bis 2022 Vizepräsident des Vorstandes von Opera Europa, dem Berufsverband der Opernhäuser und Festivals in Europa.
Neben seiner Dissertation hat Aviel Cahn weitere 3 Bücher veröffentlicht: „Judaism in Opera“, „Music Theatre in Motion“ und „Opera out of the box“ (ein Überblick über seine 10-jährige Arbeit an der Opera Vlaanderen).
Seit dem 1. Juli 2019 ist er Generaldirektor des Grand Théâtre de Genève, Schweiz. Bereits nach seiner ersten Saison in Genf gewann das Opernhaus die Auszeichnung als bestes Opernhaus des Jahres 2020 von Opernwelt. 2022 konnte Sidi Larbi Cherkaoui als Ballet-Direktor für das Ballet des Grand Théâtre gewonnen werden und damit setzt sich die Zusammenarbeit Cahns und Cherkaoui fort. In Genf intensivierte Cahn auch seine Zusammenarbeit mit Tanz in der Oper (z.B. Peeping Tom, Angelin Preljocaj) und der bildenden Kunst (z.B. Adel Abdessemed, Prune Nourry, Marina Abramovic, Antony Gormley, Ugo Rondinone).
Stand: Januar 2023