Petrit Halilaj (1986, Kostërrc, Kosovo) und Álvaro Urbano (1983, Madrid, Spanien) arbeiten seit 2014 gemeinsam und verflechten dabei ihre individuellen künstlerischen Karrieren mit ihrem gemeinsamen Privatleben. Die Künstler betrachten ihre Arbeit als Duo als eine Möglichkeit, die Feinheiten der Wechselwirkung zwischen Privatem und Öffentlichem darzustellen, die als fließende Dimensionen aufeinanderprallen und...
Petrit Halilaj (1986, Kostërrc, Kosovo) und Álvaro Urbano (1983, Madrid, Spanien) arbeiten seit 2014 gemeinsam und verflechten dabei ihre individuellen künstlerischen Karrieren mit ihrem gemeinsamen Privatleben. Die Künstler betrachten ihre Arbeit als Duo als eine Möglichkeit, die Feinheiten der Wechselwirkung zwischen Privatem und Öffentlichem darzustellen, die als fließende Dimensionen aufeinanderprallen und sich gegenseitig beeinflussen. Halilaj und Urbano erschaffen durch ihre Duo-Arbeit ständig eine kollaborative Fiktion: Kollektives Gedächtnis vermischt sich mit persönlichen Anekdoten, und utopisches Denken wird dadurch angeregt, dass sie sich vorstellen, wie sich der Begriff der Verwandtschaft über das Menschliche hinaus ausdehnt: Pflanzen und Tiere übernehmen die Herrschaft und werden zu Elementen der Theatralik der Intimität. Queerness und Intimität sind zentrale Aspekte der Arbeit der Künstler: Sie nutzen sie als Mittel der Weltgestaltung. Mit jedem Projekt hinterfragen sie den normativen Aspekt der Gesellschaft und bieten Alternativen an, die Verhandlungsräume eröffnen, in denen kollektives Gedächtnis und gesellschaftliche Erwartungen neu konfiguriert werden können. Ihre kollaborative Praxis, die parallel zu ihrer individuellen Arbeit entwickelt wird, erschließt durch Modulation, Dialog und kreative Herausforderungen unerwartete Wege. Diese Dynamik erstreckt sich darauf, wie beide Ateliers ein Ökosystem schaffen, in dem diese Visionen verhandelt und konkretisiert werden, oft unter Einbeziehung einer großen Gruppe von Teilnehmenden, darunter Forscher*innen, Musiker*innen und andere Künstler*innen. Ihre Arbeiten wurden im MACBA, Barcelona (2024); auf der 24. Ausgabe der Biennale von Sydney (2024); im Nobel Peace Center, Oslo (2023); im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin (2023); im Ocean Space, Venedig (2023); in der Opéra Comique, Paris (2021); im Arken Museum, Kopenhagen (2021); auf der Autostrada Biennale, Pristina (2021); auf der 17. Quadriennale in Rom (2020); im Palacio de Cristal, Reina Sofia, Madrid (2020); Brücke-Museum, Berlin (2019); MAK Center for Art and Architecture, Mackey Apartments, Los Angeles (2017); PAC-Pavilion of Contemporary Art, Mailand (2015); SALTS, Basel (2015); Bundeskunsthalle, Bonn (2015); Villa Romana, Florenz (2014). Werke von Urbano und Halilaj sind zudem Teil der Sammlungen Thyssen-Bornemisza Art Contemporary – TBA21, Madrid, und Colección Jumex, Mexiko-Stadt. Halilaj und Urbano nahmen gemeinsam an Künstlerresidenzen am MAK, Los Angeles (2016–2017) und in der Villa Romana, Florenz (2014), teil.
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