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tanztheater-global ist keine Tanzcompagnie. Es ist viel mehr: tanztheater-global ist eine Idee, wie wir Tanz als Bewegungskunst hervorbringen wollen. Für uns hat diese Idee vor allem drei Dimensionen, die alle den Gedanken von Fusion in sich tragen:
∗ Eine Kerngruppe von Menschen entwickelt und realisiert gemeinsam mit zahlreichen und wechselnden Performern aus dem Profi- und Laiensegment Performa...
tanztheater-global ist keine Tanzcompagnie. Es ist viel mehr: tanztheater-global ist eine Idee, wie wir Tanz als Bewegungskunst hervorbringen wollen. Für uns hat diese Idee vor allem drei Dimensionen, die alle den Gedanken von Fusion in sich tragen:
∗ Eine Kerngruppe von Menschen entwickelt und realisiert gemeinsam mit zahlreichen und wechselnden Performern aus dem Profi- und Laiensegment Performances. Prozesse einer gemeinsamen künstlerischen Entwicklung werden damit ins Leben gerufen.
∗ Verschiedenste Bewegungsstile werden mit zeitgenössischem Tanz zusammengeführt.
∗ In den Inszenierungen fusioniert der Tanz mit Videoprojektionen.
Bei den Aufführungen treten Live-Choreographien auf der Bühne mit großformatigen Videoaufnahmen in einen Dialog: Eine transparente Leinwand am vorderen Bühnenrand, hinter der die Performer agieren, ist konstantes Inszenierungselement. Dadurch fusionieren der theatrale und der kinematographischer Raum auf spielerische Weise. Dies führt zu einer ganz eigenen, besonderen Perspektive für den Zuschauer, zu einer einzigartigen und spezifischen ästhetischen Qualität. Die Videoarbeit fokussiert dabei insbesondere drei Eigenschaften:
∗ die Poesie des Filmbildes
∗ eine Kameraarbeit, die dem Dokumentarischen verpflichtet ist und auch Zufälle einfängt
∗ einen Transfer von Außenräumen in Innenräume
Als wir im Jahr 2002 begannen, mit dem Konzept von tanztheater-global zu arbeiten, legten wir einen Schwerpunkt darauf, unsere Produktionen wie ein Sequel funktionieren zu lassen, dessen zahlreiche Erzählstränge sich immer wieder überschrieben und neu erfanden: Neue Choreographien entwickeln sich aus und mit bereits bestehendem Material, welches weitergeführt oder auch konterkariert wird. Mit der Zeit kristallisierte sich für tanztheater-global zudem ein spezifisches Interesse an site-specific-Produktionen heraus: Choreographie und Film arbeiten mit und in urbanen Räumen und liefern so die Ausgangsbasis für die späteren Bühneninszenierungen.
Bis heute sind mehr als 20 Projekte realisiert worden. Darunter sind kleinere Produktionen zu finden, bspw. Schulprojekte mit Kindern und Jugendlichen: in den erdbeershake wurde im Jahr 2006 mit dem »Mixed Up«-Preis der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit ausgezeichnet. Genauso zählen dazu aber auch große Produktionen, gefördert u.a. von Hauptstadtkulturfonds und Auswärtigem Amt (dialogues in transit, 2005; urban delights, 2007; silêncio, saudade e sonho, 2009, O Pulso 2010). Kooperationen gab und gibt es mit mehr als 400 Tänzern, darunter Künstler aus Deutschland, Polen, Frankreich, Kanada, Dänemark, Großbritannien, Russland und den Kapverden.
tanztheater-global lebt von seiner Offenheit – Menschen und Orte von überall auf der Welt gestalten unsere Arbeit mit, setzen Akzente und beeinflussen sie. Wir sind neugierig, wohin uns unsere Idee noch führen wird.
Be van Vark
Künstlerische Leitung und Choreographie
Konzept, Künstlerische Leitung & Choreografie tanztheater-global
Be van Vark (geb. 1965) lebt und arbeitet in Berlin. Neben der künstlerischen Arbeit an eigenen Projekten ist sie als Gastchoreografin und Tanzpädagogin tätig. Zudem ist sie als Bereichs- und Projektleiterin für Tanzprojekte verantwortlich, die in den verschiedensten sozialen Kontexten realisiert werden und welche häufig im urbanen Raum stattfinden
Die gesamte Bandbreite ihrer choreografischen Arbeit ist charakterisiert durch die Leidenschaft, unterschiedliche Menschen und Stile zusammenzubringen, einen genauso wie hunderte von Menschen zu bewegen, Projekte für die Bühne und den öffentlichen Raum zu entwickeln. Es gilt, die Kraft auszumessen und auszuschöpfen, die Bewegung als eine Kunstform entwickeln kann – sowohl in einer Fokussierung auf den Tanz als auch in enger Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit anderen Kunstformen. Aus dieser Perspektive heraus ist sie auf der Suche nach gesellschaftlich relevanten Inhalten.
Von 1994 bis 2002 arbeitete sie mit der von ihr gegründeten und mehrfach international ausgezeichneten Kompanie van Vark. Von 2001 bis 2006 leitete sie die Bühnentanzabteilung der Etage (Staatlich anerkannte Schule für die Darstellenden Künste, Berlin). Seit 1996 ist sie im Tanzbereich des internationalen JugendKunstKulturZentrums Schlesische 27 in Berlin-Kreuzberg tätig, wo sie seither unzählige Projekte im Feld innovativer und kreativer Kultur- und Bildungsarbeit kuratiert und realisiert hat.
Seit 2002 arbeitet sie mit dem von ihr entwickelten Konzept „tanztheater-global“, das auf internationaler Ebene Laien mit professionellen Performern zusammenführt. Bis heute wurden mehr als zwanzig Projekte in diesem Zusammenhang realisiert. Diese reichen von Projekten mit Schulklassen bis hin zu den vom Hauptstadtkulturfonds geförderten und von Kritik und Publikum gefeierten Produktionen dialogues in transit (Dock 11, 2005) und urban delights (Dock 11, 2007). Mit Silêncio, Saudade e Sonho, 2009, O Pulso, 2010, Sonho em Movimento, 2011, gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, hat sie das Konzept vom tanztheater-global auf die Kap Verden übertragen.
(Für weitere Infos siehe www.tanztheater-global.com.)
Aufgrund ihres weit reichenden Netzwerks entstehen zahlreiche Projekte, Kooperationen und Engagements. Folgend als Referenzprojekte einige Beispiele aus den letzten Jahren: Eine kleine Gartenoper, eine Choreografie für 300 junge Künstler aus allen europäischen Ländern anlässlich des Endes der deutschen EU-Ratspräsidentschaft (Garten des Bundeskanzleramts, 2007); Tahiti liegt bei Pankow (2009), eine site-specific-Inszenierung in mehr als 30 Räumen eines ehemaligen Berliner Sanatoriums, gefördert durch den Projektfonds Kulturelle Bildung; Nachbarn/Klubszene Berlin 2009, ein Workshop-Projekt mit über 100 jungen Akteuren aus den Jugendgruppen diverser Berliner Bühnen, u.a. Staatsoper, Deutsches Theater, Schaubühne, Gorki Theater, HAU. Seit einigen Jahren choreografiert sie auch als Gast für die Tanzwochen Eisenhüttenstadt: Anlässlich der Tanzwoche 2009 leitete und choreografierte sie das generationsübergreifende Tanztheaterstück Das Fest mit circa 60 Eisenhüttenstädter Teilnehmern im Alter zwischen 5 und 65 Jahren und in diesem Jahr entwickelt sie dort anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Tanzwoche das Stück Oder (Premiere im März 2012). Neben zahlreichen anderen Projekten in 2010 und 2011 (u.a. Künstlerische Leitung der Projekte Roter Flohmarkt und XS Performances anlässlich der „2. und 3. Langen Nacht der Opern und Theater“, war sie auch im Choreografenteam des Tanzprojekts der Philharmonie Berlin unter der Leitung von Sir Simon Rattle in der Arena (2010). Zum Welttanztag 2011 entstand im Auftrag des ITI, Internationales Theaterinstitut, eine Inszenierung im öffentlichen Raum. Eine weitere Inszeneirung zum Welttanztag 2012 ist in Vorbereitung. Für das Brandenburgische Staatsorchester, Frankfurt/Oder choreographierte sie 2011 die Oper Brundibar.
Weitere Infos unter: bevanvark.wordpress.com/