Schloss Neuhardenberg
Schloss Neuhardenberg mit Park und Kirche ist eines der wenigen erhaltenen Gesamtkunstwerke des preußischen Klassizismus. Geprägt und gestaltet wurde das Ensemble von drei herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Karl Friedrich Schinkel, Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Das Schloss, rund 65 km östlich von Berlin gelegen, wurde 2002 nach vierjähriger Sanierung durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband als Zentrum für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaftsethik mit einem Hotel sowie zwei ...
Schloss Neuhardenberg mit Park und Kirche ist eines der wenigen erhaltenen Gesamtkunstwerke des preußischen Klassizismus. Geprägt und gestaltet wurde das Ensemble von drei herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Karl Friedrich Schinkel, Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Das Schloss, rund 65 km östlich von Berlin gelegen, wurde 2002 nach vierjähriger Sanierung durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband als Zentrum für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaftsethik mit einem Hotel sowie zwei Restaurants wiedereröffnet. Ein anspruchsvolles Kulturprogramm lädt zwischen März und Oktober zu Begegnungen mit bekannten Künstlern aus dem In- und Ausland ein. Eine Ständige Ausstellung informiert über die Geschichte des Ortes und des Schlosses in den vergangenen vier Jahrhunderten.
Geschichte:
1759, in einer schicksalhaften Schlacht am Ende des Siebenjährigen Krieges rettet Joachim Bernhard von Prittwitz, Rittmeister der Zietenschen Husaren, Friedrich den Großen aus der Bedrängnis der Schlacht von Kunersdorf und bekommt dafür den Herrensitz im damaligen Quilitz geschenkt. Wenig später beginnen die Schlossbauarbeiten.
1814 schenkt König Friedrich Wilhelm III. seinem Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg das Amt Quilitz. Mit ihm ziehen »Urbanität, Grazie und Lebensgefühl« als Lebensmaximen in das märkische Kleinod ein. Zu Ehren des preußischen Reformers wird der Ort in Neu-Hardenberg umbenannt. Karl-Friedrich Schinkel erhält den Auftrag zum Umbau des Schlosses.
Carl-Hans Graf von Hardenberg, Standesherr in Schloss Neuhardenberg seit 1921, ist an den Vorbereitungen zum Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 aktiv beteiligt. Er wird von den Nationalsozialisten enteignet und überlebt nur knapp die Gefangenschaft im KZ Sachsenhausen.
Nach 1945 bleibt die Enteignung bestehen; die Familie muß den Ort verlassen, der 1949 in Marxwalde umbenannt wird. Die neuen Machthaber prägen fortan seine Entwicklung durch Musterdorfplanung und nahegelegene DDR-Regierungsfliegerstaffel.
1996 erhält die Familie Hardenberg ihren Besitz zurück. 1997 kauft der Deutsche Sparkassen- und Giroverband die Liegenschaften. Schloss und Park werden behutsam saniert. 2001 überträgt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband der Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH die Verantwortung für das kulturelle Programm, das Tagungsgeschehen und den Hotelbetrieb. 2002 findet am 8. Mai die offizielle Eröffnung des Gesamtensembles im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau statt.
- Schloss Neuhardenberg
Schinkelplatz
15320 Neuhardenberg