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St. Matthäus Kirche

Die St. Matthäus-Kirche steht heute inmitten des Kulturforums, das zum herausragenden Ort regionaler wie überregionaler Kunst und Kultur geworden ist. Umgeben von wichtigen Bauten des zwanzigsten Jahrhunderts, wie sie die Neue Nationalgalerie (Mies van der Rohe), die Philharmonie und die Neue Staatsbibliothek (Hans Scharoun) und seit kurzem auch die Gemäldegalerie (Hilmer und Sattler) repräsentieren, schlägt die Kirche des Schinkelschülers Fr. A. Stüler eine Brücke zum 19. Jahrhundert. Das bloße Dasein der früheren Provinzialkirche, an der die ...

Die St. Matthäus-Kirche steht heute inmitten des Kulturforums, das zum herausragenden Ort regionaler wie überregionaler Kunst und Kultur geworden ist. Umgeben von wichtigen Bauten des zwanzigsten Jahrhunderts, wie sie die Neue Nationalgalerie (Mies van der Rohe), die Philharmonie und die Neue Staatsbibliothek (Hans Scharoun) und seit kurzem auch die Gemäldegalerie (Hilmer und Sattler) repräsentieren, schlägt die Kirche des Schinkelschülers Fr. A. Stüler eine Brücke zum 19. Jahrhundert.

Das bloße Dasein der früheren Provinzialkirche, an der die Generalsuperintendenten der Neumark ihren Dienstsitz hatten, an der am 15.11.1931 der weltbekannte Theologe Dietrich Bonhoeffer ordiniert wurde, prägt den Zusammenhang von Kontinuität und Veränderung. Dies gilt in besonderer Weise angesichts der Entwicklung am nahegelegenen Potsdamer Platz. Vor diesem Hintergrund hat sich die Evangelische Kirche zur Aufgabe gemacht, an St. Matthäus eine Begegnungsstätte von zeitgenössischer Kunst und Kirche zu etablieren.

Die Gründung einer eigenen evangelischen Kulturstiftung, die namentlich wie inhaltlich eng mit diesem Ort verbunden ist und am Dom zu Brandenburg ihren Sitz hat, gibt dieser neuen Entwicklung eine institutionelle Gestalt.

Die 1999 begründete Stiftung St. Matthäus hat sich zum Ziel gesetzt, den ständigen Dialog von Kirche und Theologie mit Kunst und Kultur im Bereich der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg zu führen und zu fördern. Hierzu zählen Präsentationen zeitgenössischer Kunst ebenso wie Veranstaltungen, die der Pflege von Liturgie und Kontemplation und der Begegnung unterschiedlicher Kulturen dienen.

Matthäus
Matthäus, der ursprünglich Levi hieß und ein Zöllner am See Genezareth war, wurde zum Jünger Jesu. Als er zu dem engeren Kreis um Jesus hinzukam, nahm er den Namen Matthäus an, was in der hebräischen Sprache „ein Geschenk Gottes” bedeutet.

In der christlichen Tradition ist er als einer der vier Evangelisten bekannt. Er war tief im jüdischen Erbe verwurzelt. Sein großes Thema ist das Reich Gottes, das Himmelreich, das immer wieder mit der sichtbaren Kirche verglichen wird. Dabei lenkt er den Blick darauf, wie der christliche Glaube angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen und kulturellen Herausforderungen im Leben der Menschen Gestalt gewinnen kann.

Baugeschichte
Die St. Matthäus-Kirche, die in der Friedrichs-Vorstadt inmitten von Feldern, Gärten und einer Parklandschaft erbaut wurde, nannten die Berliner liebevoll „des lieben Gottes Sommervergnügen” oder „die Polkakirche”. Ihr Baumeister war Hermann Wenzel, der diese Kirche in den Jahren 1844-1846 nach einem Entwurf von Friedrich August Stüler errichtete. Dabei entstand eine Backsteinkirche im damals üblichen Rundbogenstil, mit Elementen der oberitalienischen Romanik.

Die dreischiffige Hallenkirche wird von drei parallel verlaufenden Satteldächern bekrönt. Der schlanke, quadratische Turm, der über dem Arkadengeschoß von einer achteckigen Turmspitze abgeschlossen wird, wächst aus dem Kirchenschiff empor. Durch das dreiteilige Satteldach und den schlanken hohen Turm gewinnt die Kirche eine ungewöhnliche Leichtigkeit.

Nach der Bebauung des Matthäikirchplatzes war die St. Matthäus-Kirche die erste Berliner Platzkirche. Der Platz war so gestaltet, dass sich eine Straße zur Hauptachse der Kirche hin öffnete.

In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges fiel die Kirche den schweren Kriegshandlungen zum Opfer, brannte aus und blieb Ruine für 11 Jahre. Ihr Wiederaufbau erfolgte von 1956-1960 unter der Leitung des Architekten Jürgen Emmerich. Die Kirche entstand im Außenbau getreu den historischen Vorgaben. Im Innern entschied man sich für eine moderne Neugestaltung, wobei man jedoch die Aufteilung der Seitenemporen beibehielt. Die Kirche steht heute unter Denkmalschutz.

Kunstwerke
Im schlichten, hellen Kirchenraum findet der Besucher einige bedeutende Kunstwerke: Ein „Kruzifix” von Gerhard Schreiter, den „Christuskopf” von Gerhard Marcks, fünf Glasfenster von Sigmund Hahn und den „Schmerzensmann” aus der Riemenschneiderschule als Dauerleihgabe der Staatlichen Museen zu Berlin. Seit Mai 2000 befindet sich auch die Skulptur „Antlitz” von Vadim Sidur in St. Matthäus. Im Turmaufgang befinden sich Gisela Breitlings Bibelinterpretationen zu Texten des Matthäus-Evangeliums.

Anfahrt mit U1 und U15 Kufürstenstrasse. U- und S-Bahn Potsdamer Platz. Bus 129, 142, 148, 341, 348.

Contact
Office: +49 30 2621202
Fax: +49 30 2651597
info@stiftung-stmatthaeus.de
stiftung-stmatthaeus.de
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    St. Matthäus Kirche
    Matthäikirchplatz
    10785 Berlin [ Mitte ]
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