Stadtbibliothek Pirna
Die Anfänge des Leihbüchereiwesens reichen in Pirna bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. Der Bürgermeister und Arzt Johann Heinrich Großmann stiftete 1714 seine über 1.100 Bände zählende Büchersammlung mit den Schwerpunkten Medizin, Theologie, Jura, Philosophie und Geschichte der Kirchenbibliothek der Pirnaer Stadtkirche St. Marien. Großmann verfügte mit der Stiftung testamentarisch die Begründung einer öffentlichen Bibliothek und legte somit den Grundstein für das Leihbüchereiwesen in Pirna. Im Jahr 1874 eröffnete der Stadtverein für Innere ...
Die Anfänge des Leihbüchereiwesens reichen in Pirna bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. Der Bürgermeister und Arzt Johann Heinrich Großmann stiftete 1714 seine über 1.100 Bände zählende Büchersammlung mit den Schwerpunkten Medizin, Theologie, Jura, Philosophie und Geschichte der Kirchenbibliothek der Pirnaer Stadtkirche St. Marien. Großmann verfügte mit der Stiftung testamentarisch die Begründung einer öffentlichen Bibliothek und legte somit den Grundstein für das Leihbüchereiwesen in Pirna.
Im Jahr 1874 eröffnete der Stadtverein für Innere Mission eine 200 Bände umfassende Volksbibliothek, welche 1900 ins Rathaus verlegt wurde und 1914 mit einem Bestand von 1.600 Bänden in den Besitz der Stadt Pirna überging. Etwas später, ab dem Jahr 1928, wurde die Bezeichnung „Stadtbücherei“ eingeführt und 1930 bezog die Bibliothek ihr neues Domizil in einem Neubau anstelle der alten Handelsschule. Am 19. April 1945 wurde beim Bombenangriff auf Pirna auch das Gebäude der Stadtbücherei zerstört, allerdings gelang am 11. Oktober desselben Jahres die Neueröffnung in der Breiten Straße 21 mit einem Restbestand von 3.600 erhaltenen Bänden. Ab April 1950 konnten dann die neuen Räume in der Klosterstraße 11c bezogen werden. Nach dem Herauslösen einer Kinderbibliothek im Jahr 1954, wurde ab 1955 der Name „Stadt- und Kreisbibliothek“ geführt.
Zum 1. Juli 1993 übernahm die Stadt Pirna die Trägerschaft der Stadtbibliothek und 6 Jahre später erfolgte die Eröffnung in der Dohnaischen Straße 76, wo sie heute noch ihren Sitz hat. 2002 wurde auch Pirna nicht vom Jahrhunderthochwasser in Sachsen verschont. Am 14. August bahnten sich Gottleuba und Elbe ihren Weg durch die Gemäuer und hinterließen ein Bild der Verwüstung. Im Dezember desselben Jahres wurde die Bibliothek, trotz der vielen Schäden die das Hochwasser hinterließ, provisorisch wiedereröffnet und im August 2008 dann endgültig. Seit Januar 2005 gehört die Stadtbibliothek Pirna zur Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH, welche damals neu gegründet wurde.
Im deutschlandweiten Ranking des Bibliotheksindex (BIX) belegte die Stadtbibliothek Pirna 2009 den Platz 22 unter 177 teilnehmenden Bibliotheken.[3] 2011 wurde die Stadtbibliothek für das Projekt Vorlesepaten für Krabbel- und Vorschulkinder mit dem Sächsischen Bibliothekspreis ausgezeichnet. (Quelle Wikipedia)
- Stadtbibliothek Pirna
Dohnaische Straße 76
01796 Pirna
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