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NEW YORK: ME, WORRY?

Die Insel Manhattan wird zuerst in Monschau verteidigt Ausstellung im KuK mit Werken von Clemens Weiss, Mierle Laderman Ukeles und Helen Mayer Harrison und Newton Harrison zeigt New York aus ungewohnter Perspektive. Neues Projekt der Harrisons erstmals vorgestellt. Monschau – New York, auf den ersten Blick verbinden beide Städte mehr Gegensätze als Gemeinsamkeiten: New York, die Stadt, von der es heißt, dass sie niemals schlafe, die selbst ernannte Hauptstadt der Welt, die Trends setzt. Monschau, idyllisch gelegene Eifelperle, in der die ...

Die Insel Manhattan wird zuerst in Monschau verteidigt

Ausstellung im KuK mit Werken von Clemens Weiss, Mierle Laderman Ukeles und Helen Mayer Harrison und Newton Harrison zeigt New York aus ungewohnter Perspektive. Neues Projekt der Harrisons erstmals vorgestellt.

Monschau – New York, auf den ersten Blick verbinden beide Städte mehr Gegensätze als Gemeinsamkeiten: New York, die Stadt, von der es heißt, dass sie niemals schlafe, die selbst ernannte Hauptstadt der Welt, die Trends setzt. Monschau, idyllisch gelegene Eifelperle, in der die Zeit zwischen den Fachwerkhäusern gemütlicher zu verstreichen scheint, eine Kleinstadt, die sich dem Trubel der großen Welt etwas zu entziehen scheint.
Ab dem 9. April verbindet die beiden Städte eine Ausstellung „New York: Me, worry?“, die New York nach Monschau holt und eine ganz eigenen Blick auf den „Big Apple“ wirft. Konzipiert hat die Ausstellung im Kunst- und Kulturzentrum der Künstler Clemens Weiss, der seit 25 Jahren in New York lebt und arbeitet. Das KuK kennt er von einer anderen Ausstellung und empfindet es als spannende Herausforderung, die anscheinend so verschiedenen Städte zusammenzubringen, zwei entgegen gesetzte Punkte auf einer Skala. Wobei er durchaus auch verbindende Elemente sieht: „Monschau war ja auch einmal internationaler, zur Hochzeit der Tuchmacherindustrie. Monschau hat mit dem Strukturwandel zu kämpfen. New York hatte nie Industrie, war immer Zentrum und unterliegt einem stetigen Umbruch und Wandel.“ New York sei eine Zukunftsvision, hier geschähen Dinge zehn Jahre früher als anderswo, beschreibt Weiss seine Wahlheimat. Die Stadt sei deswegen aber auch ein Vorbild für Problemlösungen der Zukunft. Das hat ihn inspiriert für die Monschauer Ausstellung Künstlerkollegen einzubinden, die sich auf ganz eigene Art mit der Metropole und ihrer Zukunft auseinandersetzen. „Das ist eine etwas untypische New York-Ausstellung. Mierle Laderman Ukeles und Helen Mayer Harrison und Newton Harrison sind ökologisch orientierte Künstler“, beschreibt Nina Mika-Helfmeier (KUK-Leiterin), was das Publikum erwartet.
Mierle Laderman Ukeles, Jahrgang 1939, ist „madly in love“ mit dem öffentlichen Raum und der öffentlichen Kultur, wie es der Katalog zur Ausstellung umschreibt. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Instandhaltung von Infrastrukturen, mit städtischen Mülllawinen, Recycling, Ökologie, urbaner Versorgung und unserer Kraft, heruntergekommenes Land und Wasser wieder zu gesunden, öffentlichen Plätzen zu machen. New York bietet dazu einen perfekten Schauplatz. So beschäftigt sie sich künstlerisch schon seit längerem mit dem „Freshkills Landfill“ der größten Müllkippe der Welt, auf der die New Yorker seit 1948 Abfall und Müll angehäuft haben. Im Frühjahr 2001 wurde die Anlage geschlossen, im September des gleichen Jahres startete ein Wettbewerb die 12 Quadratkilometer Fläche in einen öffentlichen Park zu verwandeln. Auch Mierle Laderman Ukeles beteiligte sich. In Monschau sind ihre Planungen dazu ausgestellt. Unter dem Titel „Vorschlag für 1 Million Personen zur Teilnahme an einem Kunstwerk für New York City´s Freshkills Park: Öffentliche Gaben gemacht von allen, eingelöst von allen“ ist ihr Projekt in Bildern und Aufnahmen dokumentiert. Es bedurfte einer großen Anzahl Menschen um das Gebilde Müllhalde zu verursachen, die will Mierle Laderman Ukeles nun einbinden. „Ich glaube, dass diese Fläche nicht wirklich transformiert werden kann, egal wie schön ein „neuer Park“ sein würde, ohne dass sich eine große Anzahl der Personen, die diese soziale Skulptur mit kreiert haben, aktiv und persönlich für ihre Erneuerung engagiert.
Helen Mayer Harrison und Newton Harrison gehören zu den Pionieren der Öko-Art-Bewegung und arbeiten seit fast 40 Jahren gemeinsam mit Biologen, Ökologen, Architekten, Stadtplanern und anderen Künstlern an ihren groß angelegten Projekten. Sie beinhalten unter anderem Flussrenaturierung, Stadterneuerung sowie land- und forstwirtschaftliche Aspekte. Mit ihren visionären Projekten haben die Harrisons schon oft zum Umdenken in der Regierungspolitik angeregt. In Monschau sind sie mit „Die Verteidigung der Insel Manhattan“ vertreten, einem Projekt, das sich mit dem Klimawandel und den dadurch entstehenden Folgen für eine Küstenstadt, wie New York beschäftigt. „Ihr Projekt spielt durch, was mit Manhattan geschieht, wenn der Meeresspiegel steigt und was man tun kann, Deiche bauen oder die Insel überfluten?“, umschreibt es Clemens Weiss. Diese Szenarien sollen auf großen Anzeigentafeln auf dem New Yorker Time-Square gezeigt werden. Doch das dauere noch etwas in der Umsetzung, weshalb Monschau in den Genuss einer Weltpremiere komme, so Weiss. „Wir werden das in Monschau zuerst zeigen, noch vor New York. Wir haben die Projektbeschreibung sowie fünf große Drucke in din a null.“
so Nina Mika-Helfmeier.
Clemes Weiss kombiniert darin besorgniserregende Zeitungsartikel der New York Times, der New York Post und der Daily News mit farbigen Federzeichnungen, die in die Zeitungssegmente eingesetzt sind. Dabei beziehen sie sich vor allem auf die Aufgeregtheit in der Berichterstattung. Die wandte sich irgendwann nach dem 11. September wieder anderen kleineren und mittelgroßen Sorgen der Stadt zu, aber auch immer wieder größeren Bedrohungen, wie dem angekündigten Klimawandel und seinen direkten Folgen für New York. Womit sich dann der Kreis zu den Arbeiten seiner Künstlerkollegen schließt. Aber auch zu Monschau, darin sind sich die beiden Städte nämlich gar nicht so unähnlich, dass jede auf ihre Art mit ihren Sorgen und Befindlichkeiten kämpft, die sich auch in der Berichterstattung der Zeitungen wieder spiegeln.

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Office: +49 241 51982664
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nina.mika-helfmeier@staedteregion-aachen.de
Eine Ausstellung über New York in Monschau
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    NEW YORK: ME, WORRY?
    Austr. 9
    52156 Monschau

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