|

Dom-Museum Hildesheim

Das erst 1978 wiedereröffnete Dom-Museum bewahrt mit dem Schatz der Bischofskirche einen der ältesten Bestände sakraler Kunst, der dem Museum zugleich ein besonderes Gepräge verleiht. Anders als etwa der aus dem Braunschweiger Dom stammende 'Welfenschatz', der seit langem in Museumsbesitz und damit seiner ursprünglichen Zweckbestimmung entfremdet ist, werden nämlich die Kostbarkeiten des Hildesheimer Doms zu bestimmten Anlässen wie feierlichen Gottesdiensten oder Prozessionen immer noch gebraucht. Schon im mittelalterlichen Dom gab es eine Schatzkammer ...

Das erst 1978 wiedereröffnete Dom-Museum bewahrt mit dem Schatz der Bischofskirche einen der ältesten Bestände sakraler Kunst, der dem Museum zugleich ein besonderes Gepräge verleiht. Anders als etwa der aus dem Braunschweiger Dom stammende 'Welfenschatz', der seit langem in Museumsbesitz und damit seiner ursprünglichen Zweckbestimmung entfremdet ist, werden nämlich die Kostbarkeiten des Hildesheimer Doms zu bestimmten Anlässen wie feierlichen Gottesdiensten oder Prozessionen immer noch gebraucht.

Schon im mittelalterlichen Dom gab es eine Schatzkammer, in der die wertvollen Altargeräte und Reliquiare zwischenzeitlich verwahrt und mitunter vornehmen Besuchern gezeigt wurden. So wird auch verständlich, dass man Funde aus Bischofsgräbern im 18. Jahrhundert dem Domschatz zuführte. Mit gezielten Ankäufen und umfangreichen Schenkungen mittelalterlicher Schatzkunst aus säkularisierten Klöstern und Stiften des Hildesheimer Raumes setzte sich der Ausbau der Schatzkammer zu einer musealen Sammlung im 19. Jahrhundert fort, bis Bischof Eduard Jakob Wedekin (1796-1870) schließlich die Initiative zur Gründung eines eigenen Diözesanmuseums (heute Dom-Museum) ergriff.

Mit dem Dom gingen 1945 auch die Sammlungsräume zugrunde, doch hatten die wertvollsten Kunstwerke durch rechtzeitige Auslagerung den Krieg überdauert. Trotz mancher schmerzlicher Verluste war damit der Grundstock für eine Wiedererrichtung des Museums gegeben, dessen Bestände nur zu einem kleinen Teil in der 1960 eröffneten Schatzkammer Platz fanden. Mit der Erschließung angrenzender Räumlichkeiten seit 1978 bestand erstmals wieder die Möglichkeit, eine größere Zahl von Objekten zu präsentieren. Seit 1988 finden in regelmäßiger Folge Sonderausstellungen statt, die in stetem Wechsel den reichen Bestand des Dom-Museums zugänglich machen.

Der Kern der Sammlungen und wertvollster Bestand des Hildesheimer Dom-Museums sind die Kunstwerke, die zum Domschatz gehören. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um mittelalterliche Schatzkunst des 11. bis 13. Jahrhunderts. Das älteste Stück, das Gründungsreliquiar, stammt sogar aus dem frühen 9. Jahrhundert mit späteren Ergänzungen. Zeugen des Mittelalters sind vor allem prächtige Handschriften, mit Perlen und Edelsteinen verzierte Reliquiare und kostbares Gerät wie Kelche, Altarkreuze und -leuchter sowie seidene Gewänder für den liturgischen Gebrauch.

Das Dom-Museum Hildesheim zeigt ab 31. Mai 2008 Meisterwerke mittelalterlicher Gießkunst. Kunstvolle Schöpfungen aus dem 13. Jahrhundert, die vom Bischofssitz aus in alle Welt gingen und heute in Paris, Sankt Petersburg oder New York zu finden sind, kehren zum ersten Mal an ihren Ursprungsort zurück. Gemeinsam mit ausgewählten Preziosen aus Dom und Domschatz, die zum UNESCO-Welterbe gehören, werden diese Leihgaben ein Panorama des Hochmittelalters entfalten. Dabei rückt „Bild und Bestie. Hildesheimer Bronzen der Stauferzeit“ auch das aufwändige Hohlgussverfahren in den Blick, das die Erzeugung figürlicher Gießgefäße ermöglichte. Die Erfolgsgeschichte dieser Luxusobjekte made in Hildesheim und ihre Voraussetzungen bilden einen weiteren Schwerpunkt der Schau – die Nähe bedeutender Erz-Vorkommen im Harz, die Lage am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelsstraßen und nicht zuletzt ein blühendes und weithin vernetztes Geistesleben, das die Bischofsstadt mit den kulturellen Zentren der Stauferzeit verband. Eben diese weltläufigen Einflüsse spiegeln die Hildesheimer Bronzen, deren ornamentaler Reichtum zwischen Orient und Okzident, zwischen biblischer Überlieferung und heidnischer Tradition Brücken schlägt.

Bild und Bestie. Hildesheimer Bronzen der Stauferzeit.
www.bildundbestie.de

Dom-Museum Hildesheim (vom 31.Mai 2008 bis 5. Oktober 2008)
Zugang Domhof 4
Eintritt: Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €, Familienkarte 15 €
Weitere Informationen unter 05121/ 179 16 40, Fax 05121/ 179 16 44

Die Ausstellung wird gefördert durch: Auswärtiges Amt; Stiftung Niedersachsen; Niedersächsische Sparkassenstiftung; Sparkasse Hildesheim; Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur; Kulturstiftung der Länder; Ernst von Siemens Kunststiftung.

Contact
Office: +49 5121 1791640
Fax: +49 5121 1791644
dommuseum@bistum-hildesheim.de
dommuseum-hildesheim.de
HomePage

    Dom-Museum Hildesheim
    Domhof 4
    31134 Hildesheim


    Sonn- und Feiertags 12:00 - 17:00 Uhr Öffentliche Führung: Sonntags 15:00 Uhr
Enter Onepager
1

slide_title_1

slide_description_1

alt_text_onepager_description_1
slide_headline_2
2

slide_title_2

slide_description_2

alt_text_onepager_description_2
slide_headline_3
3

slide_title_3

slide_description_3

alt_text_onepager_description_3
slide_headline_4
4

slide_title_4

slide_description_4

alt_text_onepager_description_4
Create / edit OnePager