Antoniterkirche

Der Antoniterorden errichtete in einer Bauzeit von 1350 bis 1384 an dieser Stelle ein Kloster. Zu diesem Kloster gehörte auch die obligatorische Kirche, welche im damals üblichen gotischen Stil errichtet wurde. Sie besteht aus dem Hauptschiff und zwei kleineren Seitenschiffen, wobei nur das nördliche Seitenschiff einen Schlußchor aufweist. Wie bei den Bettelorden üblich wurde auf einen Turm verzichtet, stattdessen trägt ein Dachreiter die drei Glocken. Diese wurden von der Glockengießerei Rincker aus Sinn gegossen und erklingen in der Nominalfolge d´´ - e´´ - g´´. Nahezu jeden Samstag um 16.45 Uhr läuten die Glocken der Antoniterkirche mit den Kirchen am nahe gelegenen Neumarkt, die den Pfarrverbund \'Kirche(n) am Neumarkt\' bilden, (St. Aposteln, St. Peter) gemeinsam den Sonntag ein.

Während der französischen Besetzung Kölns 1794 wurden die Klöster aufgelöst. Die durch die Franzosen zugebilligte Religionsfreiheit machte es auch den protestantischen Gemeinden Kölns endlich möglich, ihre Gottesdienste öffentlich zu feiern. Bis dahin mussten die Gottesdienste entweder geheim abgehalten werden oder man musste ins bergische Mülheim oder das jülichsche Frechen ausweichen. Die Franzosen boten den Kölner Protestanten 1802 einige der ehemaligen Klosterkirchen an, wobei die Wahl auf die Antoniterkirche fiel. Zu der Übernahme am 6.August 1802 gehörten auch einige der ehemaligen Klostergebäude.

In den nächsten drei Jahren wurde die Kirche für die Bedürfnisse des evangelischen Gottesdienstes umgebaut. Unter anderem wurden einige Pfeiler entfernt, Emporen in den Seitenschiffen und im Westen eingebaut und ein Kanzelaltar errichtet. So fasste die relativ kleine Kirche bei ihrer Wiedereröffnung als evangelisches Gotteshaus am Rogatesonntag 1805 etwa 800 Menschen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts besaß die evangelische Gemeinde Kölns mehrere größere und repräsentative Kirchen. Daher konnte man die drangvolle Enge der Antoniterkirche durch einen weiteren Umbau beenden. Dabei wurden auch denkmalpflegerische Gesichtspunkte berücksichtigt: Die Seitenemporen wurden wieder entfernt, ebenso der Kanzelaltar, der den Blick auf den gotischen Chorraum weitgehend verstellt hatte.

Im Mai 1942 zerstörte ein Luftangriff die Kirche weitgehend. Der Wiederaufbau zog sich bis 1952 hin. Im Westen wurde ein neuer Eingangsbereich mit Orgelempore errichtet, während der Rest der Kirche unter Einbeziehung der noch stehenden Teile wieder errichtet wurde. Weitere Bauarbeiten dienen nur noch der Renovierung und Konservierung des Bauwerks.

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