Irrungen, Wirrungen
nach dem Roman von Theodor Fontane / Fassung Sascha Bunge
Fontane Theodor
Autor
Sascha Bunge
Fassung
Sascha Bunge
Regie
Angelika Wedde
Bühne/Kostüme
Birgit Berthold
Frau Nimptsch
Mathias Biele
Leutnant Wedel
Stefan Faupel
Baron Botho von Rienäcker
Helmut Geffke
Rudolf
Katrin Heinrich
Frau Dörr
Kowaldki Stefan
Herr Dörr
Krol Franziska
Käthe von Sellenthin
Langer Johannes Hendrik
Pitt
Löwe Hagen
Kurt Anton von Osten
Corinna Mühle
Magdalene Nimptsch
Franziska Ritter
Josephine von Rienäcker
Manfred Struck
Wirt
Lene, eine Wäscherin aus dem Tiergarten, liebt Botho, einen adligen Offizier der Königlich-Preußischen Garde. Doch sie hat es von Anfang an geahnt: Diesen Mann wird sie nie heiraten können. Das Gefühl zwischen den beiden stimmt, aber der Standesunterschied schwebt über ihnen wie ein Damoklesschwert. Bothos Familie wünscht sich eine wohlhabende Frau für ihn. Er begehrt gegen diesen Wunsch nicht auf und heiratet Käthe – hübsch, aus gutem Hause, uninteressant. Die Trennung von Lene ist besiegelt. Jahre später haben sich beide in die gesellschaftliche Ordnung eingepasst. Botho lebt mit Käthe, Lene hat den bürgerlichen Gideon geheiratet. Aber die Erinnerung an die Vergangenheit bleibt eine offene Wunde.
Vor dem Hintergrund der Geschichte des preußischen Militarismus nach 1848 ist IRRUNGEN, WIRRUNGEN eine Berliner Geschichte über die Domestizierung von Gefühlen. Theodor Fontane (1819 – 1898) stellt in seinem Roman, einem Meisterstück des bürgerlichen Realismus, zwei Gesellschaftssphären gegenüber, deren soziale Grenzen unüberwindbar sind. Die Erfahrung der beiden Hauptfiguren, ihr persönliches Glück aufgrund der allgemeinen Ordnung nicht verwirklichen zu können, rollt er mit Einfühlungsvermögen und detailgenauem Blick für die jeweiligen Milieus auf. Die Geografie Berlins wird dabei zum Mitspieler.
parkaue