Mörgens Extra - Leutnant Gustl
Etwas hätt’ ich gern noch mitgemacht: einen Krieg
Nach einer Novelle von Arthur Schnitzler
Leutnant Gustl lebt beschaulich zwischen Kaserne und Caféhaus, bis ein völlig banaler Zwischenfall ihn an den Rand des Selbstmords aus militärisch verordnetem Ehrgefühl treibt. Was folgt ist eine Reflexion über absurde gesellschaftliche Konventionen und groteskes Selbstmitleid. Der Monolog lässt den Zuschauer Leutnant Gustls vermeintlich letzte Nacht miterleben. Roman Kohnle präsentiert diesen zeitlosen Blick auf die Einheit von Seelen- und Gesellschaftsleben als parlierender Schwadroneur Leutnant Gust, der sich erschreckend nahtlos in unsere Single- und Individualistengesellschaft einfügt.
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