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Industriekultur in NRW
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VERANSTALTUNGEN

27.10.2018 - 18.04.2019 | Aachen
Ausstellung,Bildende Kunst


© Boaz Kaizman, Hannah Arendt – die Reise nach Jerusalem, 2018, Video, 20:21 min / Ferdinand Kriwet, Publit = poem-painting 38, 1966, Öl auf Leinwand, 200 x 130 cm / Ferdinand Kriwet, Sehtexte, 1968, Collage, 48 x 49 cm
büro komplex – Die Kunst der Artothek im politischen Raum

Beschreibung
Als idealen Raum für ein Kunstwerk stellt man sich im Allgemeinen einen Raum der Konzentration vor, einen neutralen Raum, in dessen Mittelpunkt die Kunst steht. Das Büro einer Verwaltung ist hingegen ein Raum, in dem Kunst lediglich eine Nebenrolle spielt, womöglich sogar Ablenkung oder nur Requisite ist. Ein Raum, der zudem von Zwängen geprägt ist, von Regeln, die andere aufgestellt haben oder die hier verfasst wurden. Das Büro ist aber auch ein Raum, in dem Politik gemacht wird, ein Raum, in dem unser Leben gestaltet wird. Treffen beide Bereiche, Kunst und Büro, aufeinander, kann das zu einer spannenden Herausforderung werden.

Mit der Ausstellung büro komplex – Die Kunst der Artothek im politischen Raum stellt sich das Kunsthaus NRW Kornelimünster dieser Aufgabe und untersucht das Verhältnis von Kunst, Politik und Büro in einer umfassenden Ausstellung zum 70-jährigen Jubiläum der Fördersammlung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Kunstwerke der Sammlung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, die 1948 gegründet wurde, um nach dem Ende des NS-Regimes junge und entrechtete Kunstschaffende zu unterstützen, werden nicht nur im Kunsthaus in Kornelimünster gezeigt. Seit der Gründung wurde eine Sammlung von annähernd 4 000 Kunstwerken zusammengetragen, die 100 Jahre moderne Kunst im Rheinland und Westfalen umfasst. Neben Sammlungspräsentationen im Kunsthaus ist etwa ein Drittel der Kunstwerke in Büros, Konferenzsälen und Foyers der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen zu sehen.

Aus der Beschäftigung mit ebenjenen anderen Ausstellungsorten der Sammlung entstand die Überblicksausstellung büro komplex – Die Kunst der Artothek im politischen Raum, die den Blick auf die Umgebung der Kunst lenkt, auf den räumlichen Kontext ihres Wirkungsortes und den Kontext der Zeit, in der sie entstanden ist. Mit über 160 Werken vermittelt die Ausstellung einen Überblick zum Kunstschaffen in Nordrhein-Westfalen im politischen Wandel einer Welt, mit der wir alle zu tun haben: dem »Büro-Komplex«.