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Industriekultur in NRW
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VERANSTALTUNGEN

Freitag, 15.12.2017 | 20:00 Uhr | Köln
Aufführung,Zeitgenössischer Tanz


© Klaus Handner
tanz.tausch festival: Cooperativa Maura Morales / Grammel+Hochherz+Sagardía
Ticket

Beschreibung
COOPERATIVA MAURA MORALES (NRW)  / Exceso de la nada – Überfluss des Nichts
In diesem Stück setzt sich Maura Morales mit ihren kubanischen Wurzeln auseinander. „Mit 6 Jahren habe ich gelernt zu tanzen,  mit 10 Jahren wie man eine Kalaschnikow benutzt und mit 18 Jahren, dass die Geschichte meines Landes eine Lüge war“. (Maura Morales)
Ein Tanzsolo über das  Schwimmen auf dem Trockenen, über das Schwimmen gegen die Strömung eines fotogenen Landes, das aussieht, als würde es lachen, wenn es eigentlich weint. Eine Ballade über eine zum Ausbeuten bestimmte Insel, welche man hierzulande besuchen möchte, „bevor sich was ändert“, während die Kubaner raus wollen, weil sich nichts ändert.

Grammel+Hochherz+Sagardía (Sachsen/NRW)  / GRAVITAPHON – PREMIERE
Groß wie ein Schrank, schwer wie ein Mensch, feingliedrig wie ein Uhrwerk – das GRAVITAPHON. Ein neues Musikinstrument. Auf die leere Bühnenfläche schieben, schleppen, wuchten zwei Menschen eine riesige Kiste. Die Oberfläche des schwarzen Quaders glänzt im Scheinwerferlicht. Das schwere Objekt kippt langsam nach vorn. Ein leises Klingeln ertönt. Erst nur wie ein Glöckchen, dann stärker. Es kommt aus dem Inneren der Kiste. Je mehr sich das Objekt neigt, desto drängender wird das Geräusch. Plötzlich verstummt es und ein leises Rauschen hebt an, Sommerregen ergießt sich über den Raum. Die Kiste setzt ganz sacht auf. Ein neues Musikinstrument.
Es ist nur mit enorm hohem Kraftaufwand zu spielen. Neigungswinkel, Kippbewegungen und Rotationsgrade sind die Parameter, die darüber bestimmen, welcher akustische Klang zu hören sein wird. GRAVITAPHON ist die Entwicklung einer Partitur, die der Spielweise des Instruments gerecht wird und direkt auf dessen Oberfläche, auf dem Boden, im Raum aufgetragen wird. GRAVITAPHON ist die Entwicklung einer Spielweise, einer Mischung aus Kraft, Choreografie und Handwerk. Körperliche Erschöpfung ist ein zentraler Bestandteil der Komposition und das Instrument bleibt immer unberechenbar…

Double-bill Abend
18:45 – 19:15 Uhr: tanz.film – Tanz(kurz)filme
19:30 Uhr: Einführung mit Maren Zimmermann
tanz.pate: Dirk Förster
20:00 Uhr Bühnenprogramm
ca. 22:30 Uhr: Nachgespräch „Was Sie schon immer über Tanz wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen oder sagen wagten…“.

Weitere Informationen: www.tanztausch.de/