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Industriekultur in NRW
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VERANSTALTUNGEN

Montag, 17.04.2017 | 19:30 Uhr | Aachen
Oper

Fiddler on the Roof - Anatevka
Ticket
Werkinfo
Musical von Jerry Bock

Karl Shymanovitz Musikalische Leitung
Ewa Teilmans Inszenierung
Andreas Becker Bühne und Kostüme
Hakan T. Aslan Choreographie
Lorenzo Soragni dance captain
Elena Pierini Choreinstudierung
Michael Schmitz-Aufterbeck Dramaturgie
Benedikt Voellmy Fiddler
Rainer Krause Rabbi
Bart Driessen Tevye
Irina Popova Golde
Lisa Katharina Zimmermann Tzeitel
Stefan Hagendorn Mendel, sein Sohn
Soetkin Elbers Hodel
Michal Bitan Chava
Benedikt Voellmy Perchik
Amelie Marseille Shprintze
Hannes Schumacher Fedja
Emma Pospischill Bielke
Pawel Lawreszuk Lazer Wolf
Rebecca Or Yente
Patricio Arroyo Motel
Vasilis Tsanaktsidis Mordechai, der Wirt
Hermann Killmeyer Komissar
Sanja Radisic Fruma-Sarah
Antonella Schiazza Shandel, Mottels Mutter
Jorge Escobar Avram, ein Buchhändler
May Bellefroid Nachum, ein Bettler
Rebecca Or Oma Tzeitel
Johannes Piorek Yussel
Lasha Ziwziwaadze Russische Soldaten
Munki Jeong Russische Soldaten
Woo-Sung Kang Russische Soldaten
Hans Schaapkens Russische Soldaten
Ayberk Esen Sasha
Emma Pospischill Rollerkind
Adrián Castelló Sashas Freunde
Michal Czyz Sashas Freunde
Hani Andary Sashas Freunde
Kevin Ruijters Sashas Freunde
Ruben Sanchez Sashas Freunde
Javier Ojeda Hernandez Sashas Freunde
Ken Bridgen Sashas Freunde
Beschreibung
Der Geiger auf dem Dach steht als Symbol für den Balanceakt eines Lebens unter der Bedingung jahrhundertelanger Verfolgung. Gerade aber für ein ausgegrenztes Volk schafft das Leben in einer strengen Tradition eine große Identifikation. Und so bedeutet auch für den Milchmann Tevje und den jüdischen Teil des Dorfes Anatevkas Tradition Heimat. Tevje, der Patriarch einer großen, außer ihm ausschließlich weiblichen Familie, ist fest davon überzeugt, dass die Welt in Ordnung ist, solange sie in die alten Gesetze gebettet ist. Doch seine drei erwachsenen Töchter sehen das anders und beginnen, die altbewährten jüdischen Bräuche zu revolutionieren und sich selbst zu emanzipieren: Nicht die Heiratsvermittlerin Jente soll die Ehen schmieden, sondern allein die Liebe: Wie sehr Tevje auch hadert und mit seinem Gott diskutiert – aufhalten kann er das Fortschreiten des Neuen nicht, und Gott schweigt und hält sich heraus aus den Konflikten, den privaten wie politischen. Denn da ist noch etwas anderes, was auf Tevjes Welt dunkle Schatten wirft: das an sich friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Religionen wird per Edikt des staatlichen Machtapparates erschüttert, erst nur ein wenig durch die eine oder andere antisemitische Demonstration, dann durch zunehmende Gewalt und Pogrome, an deren Ende Vertreibung
und Flucht steht.