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Christof Nel begann seine Theaterlaufbahn als Schauspieler. Nach ersten Regiearbeiten in Köln folgten Inszenierungen bei Peter Palitzsch in Frankfurt, bei Claus Peymann in Stuttgart und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg sowie in Bochum, Berlin, Basel, Hannover und Hamburg. Große Beachtung erlangten...
Kulturportal - Christof Nel | Theater |
Christof Nel begann seine Theaterlaufbahn als Schauspieler. Nach ersten Regiearbeiten in Köln folgten Inszenierungen bei Peter Palitzsch in Frankfurt, bei Claus Peymann in Stuttgart und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg sowie in Bochum, Berlin, Basel, Hannover und Hamburg. Große Beachtung erlangten auch Nels interdisziplinäre und experimentelle Arbeiten, darunter das choreographierte Theater „Thränen des Vaterlandes“ (1986, gemeinsam mit Heiner Goebbels und der Company von William Forsythe), das Kleist-Projekt „Wortpest“ sowie das Freud-Projekt „Wunderblock II“ mit Studenten der Theaterwissenschaft und geistig behinderten Laien am TAT Frankfurt.
Seit den 1980er Jahren inszeniert Christof Nel auch Musiktheater u. a. kontinuierlich für die Oper Frankfurt: Weber „Der Freischütz“ (1983), Verdi „Falstaff“ und Smetana „Die verkaufte Braut“ (1985), Wagner „Die Meistersinger von Nürnberg“ (1993), Strauss „Salome“ (1999), Wagner „Tristan und Isolde“ (2003), Strauss „Die Frau ohne Schatten (2003) und Wagner „Parsifal“ (2006). Darüber hinaus inszenierte er Nonos „Intolleranza“, die Uraufführung von Rolf Riehms „Schweigen der Sirenen“, Wagners „Die Walküre“ und Carl Amadeus Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ an der Staatsoper Stuttgart, Azio Corghis „Divara“ an der Nationaloper Lissabon. Dazwischen lagen Bernhards „Alte Meister“ sowie Elfriede Jelineks „Sportstück“ als Regiearbeiten für das Hamburger Schauspielhaus, „Der Freischütz“ für die Komische Oper Berlin, Beethoven „Fidelio“ für die Deutsche Oper Berlin und Mozart „Idomeneo“ für die Oper Köln.
Für die Deutsche Oper am Rhein und die RUHRtriennale 2004 erarbeitete Christof Nel zusammen mit Mauricio Kagel das „TheaterKonzert“. Er inszenierte hier auch Mozarts „La clemenza di Tito“, Debussys „Pelléas et Mélisande“ und Schönberg „Moses und Aron“. Christof Nel war Professor für Opernregie an der Folkwang Hochschule Essen und Gastprofessor an der Musikhochschule Hamburg. Seit vielen Jahren entstehen die meisten Inszenierungen von Christof Nel in enger konzeptioneller Zusammenarbeit mit Martina Jochem. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören auch Händels „Belshazzar“ an der Staatsoper Berlin und beim Festival in Aix-en-Provence, „Der Rosenkavalier“ am Staatstheater Hannover und Verdis „Aida“ an der Bayerischen Staatsoper München.