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Industriekultur in NRW
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Textilmuseum Tuchwerk Aachen
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Brauchtum / Heimatkultur | Museum / Sammlung
© Tuchwerk Aachen
© Tuchwerk Aachen
© Tuchwerk Aachen
© Tuchwerk Aachen
© Tuchwerk Aachen
© Tuchwerk Aachen
Strüver Weg 116
D 52070 Aachen
 
Öffnungszeiten
Di 14:00 - 17:00 h
Führungen: montags bis sonntags auf Anfrage | Visites: du lundi au dimanche sur rendez-vous.| Geleide bezoeken: van maandag tot zondag op afspraak.
Nachdem man die städtische Betriebsamkeit des Aachener Stadtzentrums hinter sich gelassen hat und in die nordöstlich angrenzende Soers, einem weitläufigen Landschaftsschutzgebiet gelangt, wird bereits von weitem als Landmarke der Schornstein des früheren Industriestandorts „Stockheider Mühle“ sichtbar, heute Standort des Vereins „Tuchwerk Aachen“.

Rund 1.000 Jahre Wolltuchgewerbe haben in Aachen ihre Spuren hinterlassen: Gebäude ehemaliger Tuchfabriken, Spinnereien und Färbereien sind teilweise heute noch im Aachener Stadtgebiet und dessen Umgebung sichtbar; textilgewerbliche Impulse beeinflussten die gesamte regionale Wirtschaft und sind nach dem Dahinschwinden der wolltuchproduzierenden Betriebe noch in Form textiler Forschungsinstitute lebendig geblieben.

Es ist schon erstaunlich, was im Laufe von wenigen Jahren der gleichnamige Verein an dieser Stelle aufgebaut und entwickelt hat. Auf dem Gelände der Stockheider Mühle, zuletzt – bis in die 1980er-Jahre – ein Färberei- und Tuchveredelungsbetrieb, gelang es dem Verein, das textilhistorische Erbe in Form zweier Einrichtungen zu präsentieren: Zum einen ist hier das materielle Erbe des Tuchgewerbes in einem umfänglichen Archiv nachvollziehbar und für Interessierte abrufbar. Darunter sind zahlreiche Firmennachlässe, Akten, Kontobücher, Briefe, Fotos, Muster und Zeichnungen. Zum anderen wurde hier, in einer großen, früheren Appreturhalle ein begehbares Depot eingerichtet, das eine große Sammlung historischer Textilmaschinen birgt, darunter ein Selfaktor, diverse Krempelmaschinen, Webstühle, Webereivorbereitungs-Maschinen und Tuchveredelungsmaschinen.

Die Objekte sind so aufgebaut, dass man an ihnen den Gang der Herstellung von der Wolle bis zum Tuch nachvollziehen kann. Zudem können einige Maschinen im Vorführbetrieb gezeigt werden. Die älteste Maschine der Sammlung geht von ihrer Konstruktion her auf die Werkstatt der Familie Cockerill in Verviers zurück. Abgerundet wird die Depot-Sammlung durch zahlreiche Kleinobjekte, die dem Ganzen den Eindruck einer realen Produktionshalle verleihen.