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Franz Mazura
Theater
wurde in Salzburg geboren und studierte Gesang an der Musikakademie in Detmold. Während dieser Zeit war er bereits 4 Jahre Schauspieler am Landestheater Detmold. Sein Debüt gab der Bassist am Staatstheater Kassel. Darauffolgend sang er an den bedeutenden Opernhäusern Deutschlands, darunter am Nationaltheater Mannheim, an der Deutschen Oper Berlin und der Hamburgischen Staatsoper, denen er als Ensemblemitglied verbunden war. 1960 gastierte er bei den Salzburger Festspielen als Cassandro in Mozarts »La finta semplic«e und sang dort 1970 Don Pizarro in »Fidelio«. Als hervorragender Wagner-Interpret glänzte er neben Alberich im »Ring des Nibelungen« auch als Wotan sowie als Gurnemanz und Klingsor im »Parsifal«. Weitere Höhepunkte in seinem Bühnenrepertoire waren Pizarro, Scarpia in »Tosca«, Jochanaan in »Salome« und Moses in Schönbergs »Moses und Aron«. Seit 1972 war er gern gesehener Gast an der Grand Opéra Paris in Partien wie König Marke in »Tristan und Isold«e, Wotan, Alberich, Gurnemanz im »Parsifal« und Orest in Richard Strauss‘ »Elektra«. Er wirkte dort auch 1979 in der Uraufführung von Alban Bergs »Lulu« in der von Friedrich Cerha vervollständigten dreiaktigen Fassung in der Rolle des Dr. Schön mit. 1980 erhielt er den Titel Kammersänger und wurde an der New Yorker Metropolitan Opera verpflichtet, an der er u. a. Dr. Schön, Schigolch (2001/02), Klingsor und Gurnemanz, Alberich und Wotan im »Ring«, Creon in Strawinskys »Oedipus Rex«, den Doktor im »Wozzeck«, Frank in der »Fledermaus«, Flint in »Billy Budd« von Benjamin Britten und den Geisterboten in Richard Strauss‘ »Frau ohne Schatten« sang. Einen der größten Erfolge seiner Karriere hatte er beim Israel Festival 1974 im antiken Theater von Caesarea als Moses in »Moses und Aron«. Seit 1971 feierte er über zwei Jahrzehnte große Erfolge bei den Bayreuther Festspielen: als Klingsor, Biterolf/»Tannhäuser«, König Marke, Gurnemanz sowie als Alberich (1972-75), Wanderer (1988) und als Gunther (1971-75, 1977-80, 1984-86) im »Ring«-Zyklus prägte er eine ganze Ära. 1990 wurde er Ehrenmitglied im Nationaltheater Mannheim. 3 Jahre lang (1990-93) trat er als Shakespeares König Lear am Staatsschauspiel Stuttgart auf. 1991 nahm er in der Kölner Oper an der deutschen Erstaufführung der Oper »Der Meister und Margarita« von York Höller teil. Er erhielt im Jahr 1980 den Grammy Award für seine Rolle als Dr. Schön in »Lulu« unter dem Dirigat von Pierre Boulez sowie 1985 als Moses in »Moses und Aron« unter musikalischer Leitung von Sir Georg Solti. 2004 wurde er mit der Staufermedaille, der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, geehrt. Zahlreiche Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen, u. a. bei Electrola, DGG (»Wozzeck« und »Lulu«), Philips (»Götterdämmerung«, »Moses und Aron«) und Decca (»Der Kaiser von Atlantis« von Ullmann).